Harry Potter und die Kammer des Schreckens

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Im Ligusterweg 4 verbringt Harry Potter nur widerwillig seine Schulferien, aber es bleibt ihm nichts anderes übrig. An seinen 12. Geburtstag hat natürlich keiner in der Familie Dursley gedacht – alle denken an einen wichtigen Geschäftsabschluss, den Mr. Dursley beim Abendessen mit dem Ehepaar Mason besiegeln will. Harry soll wie üblich bei solchen Anlässen in seinem Zimmer sitzen und so tun, als gäbe es ihn nicht. Jedoch erwartet ihn in seinem Zimmer schon ungewöhnlicher Besuch: Dobby, ein Hauself mit riesigen Fledermausohren, einem schmuddeligen Kissenbezug als Bekleidung und tellergroßen Augen. Er ist seiner Familie ausgerissen. Dafür bestraft er sich ständig selbst, indem er seinen Kopf vor die Wand schlägt, und dummerweise macht er ziemlich viel Lärm dabei. Dobby verehrt Harry sehr als Sieger über Lord Voldemort und möchte ihn davon abhalten, zurück nach Hogwarts zu gehen, da er von einer Verschwörung gehört hat, die eine große Gefahr für Harry darstellt. Um Harry Hogwarts zu vermiesen, hat er sogar die Briefe seiner Freunde zurückgehalten, verplappert er sich. Als Harry darauf besteht, nach Hogwarts zurückzukehren, saust Dobby hinunter und lässt den großen Nachtisch von Tante Petunia schweben, um Harry zu zwingen, nicht nach Hogwarts zu gehen. Harry lässt sich nicht erpressen und schon liegt der Nachtisch auf dem Boden. Der Hauself verschwindet. Zu allem Übel fliegt plötzlich noch eine Eule mitten in die völlig aufgelösten Dursleys und ihren Besuch, die eine Nachricht vom Zaubereiministerium bringt. Während die Masons wütend das Haus verlassen, liest Harry, dass der Zauber im Ligusterweg ihm zugeschrieben wird und er nicht ein weiteres Mal außerhalb der Schule zaubern darf, weil er sonst einen Schulverweis bekommt. Da nun auch die Dursleys vom Zauberverbot wissen und stinksauer auf Harry sind, wird er in seinem Zimmer eingeschlossen und vor dem Fenster wird sogar ein Gitter angeschraubt. Die Dursleys wollen ihn nie wieder nach Hogwarts lassen.

In einer der nächsten Nächte wird Harry geweckt, weil Ron Weasley und seine Brüder Fred und George in einem verzauberten fliegenden Ford Anglia vor seinem Fenster schweben. Sie reißen das Gitter ab und entführen Harry, obwohl Onkel Vernon sogar noch wach wird und versucht, Harry festzuhalten. Das Ziel des alten Ford ist der Fuchsbau, das kunterbunt zusammengewürfelte Haus der Weasleys, in dem  Mrs. Weasley schon sorgenvoll und zornig auf die heimlichen Ausreißer wartet. Nach dem ersten Donnerwetter ist sie aber wieder versöhnlich gestimmt und Harry verbringt den schönsten Monat seines Lebens im Fuchsbau, in dem man den Garten von Gnomen befreien muss, ein Ghul auf dem Dach wohnt, das Geschirr sich selber wäscht und Harry so richtig verwöhnt wird.

Dann kommen die Briefe von Hogwarts mit den Listen von Dingen, die sie für das neue Schuljahr brauchen, und die Weasleys reisen mit Flohpulver in die Winkelgasse. Dazu muss man in einen Kamin steigen, das Flohpulver verstreuen und den Namen des Ziels sagen. Weil er aus Versehen Ruß einatmet und hustet, als er den Namen ausspricht, landet Harry nicht in der Winkelgasse, sondern in der verruchten Nokturngasse in einem zwielichtigen Zauberladen. Dort beobachtet er heimlich, wie Draco Malfoy und sein Vater Lucius das Geschäft betreten. Mr. Malfoy will ein paar Dinge verkaufen, die er verbotenerweise besitzt, da das Zaubereiministerium zur Zeit intensive Hausdurchsuchungen macht.
Als die Malfoys den Laden verlassen, schleicht sich auch Harry hinaus. Draußen begegnet er zum Glück Hagrid, der ihn in die Winkelgasse bringt. Hier trifft er auch die völlig aufgelösten Weasleys und Hermine mit ihren Eltern. Nach einem gemütlichen Einkaufsbummel treffen sich alle im Buchladen. Dort stellt gerade der berühmte und von den Damen umschwärmte Zauberer Gilderoy Lockhart seine Biographie vor. Begeistert vom Presserummel lässt er sich mit Harry fotografieren und schenkt ihm alle seine Bücher mit dem Hinweis, dass er ab sofort der neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste in Hogwarts ist.
Es kommt zu einem Streit, als Mr. Malfoy Rons Vater beleidigt, indem er darauf herumreitet, dass die Weasleys so arm sind. Er nimmt der kleinen Ginny Weasley ein Buch aus der Hand und lästert darüber, dass es schon gebraucht ist, bis eine peinliche Prügelei beginnt. Hagrid muss die Streitenden trennen.

Ein paar Tage später reisen die Weasleys mit Harry im Ford Anglia zum Bahnhof, wo der Zug nach Hogwarts abfährt. Alle gehen nacheinander durch die Absperrung zum Gleis 9 ¾, aber als Ron und Harry durchgehen wollen, ist sie verschlossen. In ihrer Not, nicht nach Hogwarts zu können, beschließen sie kurzerhand, mit dem Ford Anglia zu fliegen. Leider versagt bei dem Auto zunächst der Unsichtbarkeits-Servoantrieb, und als sie kurz vor Hogwarts sind, auch der Motor. Die Jungen stürzen ab und landen vor einem großen Baum, der sich dummerweise als Peitschende Weide herausstellt und mit seinen knorrigen Ästen auf die Beiden einschlägt, so dass sie sich kaum retten können. Das Auto flieht in den nahen verbotenen Wald und Rons Zauberstab zerbricht, aber sie kommen noch relativ unbeschadet in der großen Halle an, wo gerade die neuen Schüler auf die Häuser verteilt werden. Gerade wiegen sie sich in Sicherheit, als Snape sie in sein Zimmer befiehlt. Muggel haben das Auto gesehen und Snape hat den Schaden an der Peitschenden Weide entdeckt, und er verspricht ihnen den Rausschmiss aus der Schule. Auch Prof. McGonagall und Prof. Dumbledore kommen zu Snape ins Zimmer, und in Gedanken packen Harry und Ron schon wieder ihre Koffer. Jedoch fällt die Strafe ungewöhnlich mild aus – sie dürfen nicht am Festmahl teilnehmen und bekommen Strafarbeiten, jedoch keinen Punktabzug für das Haus und auch keinen Schulverweis. Als sie abends in das Griffindor-Zimmer kommen, hat sich ihre Tat schon herumgesprochen und sie werden außer von Percy und Hermine wie Helden gefeiert.
Ganz so glimpflich kommen die Beiden dann aber doch nicht davon. Am nächsten Morgen bekommt Ron von seiner Mutter einen der gefürchteten Heuler (ein schreiender Brief) und wird zum Gespött der Leute.

In Kräuterkunde lernt die Klasse den Umgang mit den heilenden, aber auch sehr gefährlichen Alraunen-Pflanzen, und Harry lernt seinen neuesten und immer mit Fotoapparat ausgestatteten Fan Colin Creevey kennen. Der eitle Schönling Prof. Lockhart missversteht Harrys Tun eigentlich grundsätzlich falsch und denkt, Harry stünde so gern im Rampenlicht wie er selbst. Daher verspricht er Colin sogar eine Autogrammkarte von ihm und Harry, verrät Harry dann aber gönnerhaft, dass er auf einen späteren Zeitpunkt seiner Karriere warten sollte, bis er weitere Autogramme verteilt, während er selbst, wie Ron bemerkt, alles unterschreibt, was nicht lang genug still hält. In seiner ersten Unterrichtsstunde beweist er seinen Schülern, dass er zwar große Reden schwingen, aber nicht einmal mit relativ harmlosen Wichteln umgehen kann. In seinen Büchern beschreibt er zwar, wie er Werwölfe, Todesfeen, Trolle und Vampire besiegte, aber daran glaubt kaum noch jemand. Nur Hermine ist noch sehr angetan von dem schönen Professor, aber Harry versucht, ihm aus dem Weg zu gehen, wo er nur kann.

Das erste Quidditch-Training der Griffindor-Mannschaft wird von den Slytherins unterbrochen, die Draco Malfoy als ihren neuen Sucher eingestellt haben, nachdem dessen Vater großzügig der ganzen Mannschaft die neuesten Rennbesen spendiert hat. Es kommt auf dem Feld zum Streit, bei dem Draco Hermine ein Schlammblut nennt. Ron will ihn dafür mit einem Fluch bestrafen, der aber wegen seines zerstörten Zauberstabs nach hinten losgeht, so dass der Arme für die nächsten Stunden Schnecken spuckt. Harry versteht nicht, wieso Ron so stark auf das Wort Schlammblut reagiert hat, und erfährt von Hagrid und Ron, dass dies ein besonders gemeiner Ausdruck für Kinder von nicht-magischen Eltern ist.
Als die Drei wieder zurück in die Schule kommen, werden Ron und Harry zu ihren Strafarbeiten geschickt. Harry muss stundenlang mit Gilderoy Lockhart Fanpost beantworten. Am Ende der Arbeit hört er eine hasserfüllte Stimme, die davon spricht, ihn töten zu wollen. Lockhart hört die Stimme aber nicht.
Als Harry in Hausmeister Filchs Büro muss, entdeckt er einen Schnellzauberkurs, aus dem hervorgeht, dass Filch ein Squib, ein Nicht-Magiebegabter aus einer Magierfamilie ist. Der Hausgeist von Griffindor, der fast kopflose Nick, bewahrt Harry vor einer Strafe. Zum Dank dafür verspricht Harry, auf Nicks Todestagsfeier zu kommen. Diesen Entschluss bereuen Harry, Ron und Hermine jedoch spätestens beim Anblick der vergammelten Speisen, die zu diesem Anlass gereicht werden, und sie verschwinden schnell wieder von dem Fest, um zur Halloween-Feier der Schüler zu gehen. Auf dem Weg dahin hört Harry jedoch wieder die unheimliche Stimme aus einer Wand. Die beiden anderen hören nichts, folgen Harry aber trotzdem, der die Stimme in der Wand verfolgt, bis sie vor einem schrecklichen Anblick stehen: an einer Wand steht geschrieben, dass die Kammer des Schreckens geöffnet wurde und dass die Feinde des Erben sich in Acht nehmen sollen. Darunter hängt versteinert die Katze von Filch über einer Wasserlache. Zufällig kommen auch andere Schüler vorbei und die drei Freunde werden zunächst verdächtigt, aber Dumbledore ist der Ansicht, dass kein Schüler einen so starken Fluch aussprechen könnte.
Die Alraunen, die den Fluch brechen könnten, sind noch nicht groß genug, weshalb Filch noch eine Weile auf seine Katze verzichten muss und den Schülern das Leben schwer macht. Alle in der Schule sind sehr beunruhigt, ganz besonders Rons kleine Schwester Ginny ist ständig den Tränen nahe. In einer Geschichtsstunde erfahren sie endlich, was es mit der Kammer des Schreckens auf sich hat: Der Legende nach hatten die vier Gründer von Hogwarts eine Auseinandersetzung, da der Zauberer Slytherin nur noch reinblütige Schüler aufnehmen wollte. Schließlich verließ er die Schule und hinterließ die Kammer des Schreckens, die nur sein wahrer Erbe finden könne, um mit dem darin eingesperrten Monster die nicht reinblütigen Schüler und Squibs von der Schule zu vertreiben. Einige Schüler kommen auf die Idee, dass Harry dieser Erbe Slytherins sein könnte, und auch er selbst hat Angst davor, da der sprechende Hut ihn ja anfangs gern in das Slytherin-Haus stecken wollte.

Um dem Geschehen auf die Spur zu kommen, untersuchen die Freunde den Tatort und finden dort Spinnen, die versuchen, aus der Schule zu flüchten. In einer nahen defekten Mädchentoilette, wo der Geist eines verstorbenen missmutigen Mädchens, der maulenden Myrte, wohnt, planen sie, wie sie Draco Malfoy, den sie für den Erben Slytherins halten, ausfragen können. Dazu besorgt sich Hermine ein Rezept vom Vielsaft-Trank, der einen Menschen für eine bestimmte Zeit in jemand anderen verwandelt. Die Herstellung ist allerdings kompliziert und dauert einen Monat.

Beim ersten Quidditch-Spiel des Schuljahres spielt Griffindor gegen Slytherin auf ihren neuen Besen. Das Spiel verläuft katastrophal für Griffindor, nicht zuletzt, weil Harry ständig von einem Quaffel bedroht wird, der normalerweise alle Spieler gleichmäßig angreifen sollte. Schließlich bricht ihm der Quaffel sogar den Arm, als er von Draco abgelenkt wird, aber er kann mit letzter Kraft den Schnatz fangen und gewinnt das Spiel.
Gegen Harrys ausdrücklichen Wunsch versucht sich Gilderoy Lockhart dann an der Heilung des Armes – er schafft es auch tatsächlich, die Schmerzen verschwinden zu lassen, aber mit ihnen verschwinden auch alle Knochen aus Harrys Arm, so dass er für ein schmerzhaftes Knochenwachsen in die Krankenstation muss. Hier wird er in der Nacht geweckt – Dobby ist wieder da. Er ist todunglücklich, dass Harry doch in Hogwarts ist, und warnt ihn wieder vor der großen Gefahr. Dabei gibt er zu, dass er die Absperrung im Bahnhof und den Quaffel verzaubert hatte, um Harry von Hogwarts fernzuhalten. Er weiß von der Kammer des Schreckens, kann Harry aber nichts davon erzählen, nur, dass sie bereits einmal geöffnet wurde. Außerdem erfährt Harry, dass Hauselfen nur Kissenbezüge tragen, da dies das Zeichen ihrer Sklaverei ist. Sobald der Besitzer ihnen auch nur eine Socke schenkt, sind sie frei.
Plötzlich kommt jemand in die Krankenstation und Dobby verschwindet wieder. Dumbledore und Prof. McGonagall tragen den versteinerten Colin Creevey herein, der mit der erhobenen Kamera dem Monster aus der Kammer des Schreckens begegnet sein musste.
Am nächsten Tag ist Harrys Arm wieder soweit in Ordnung, dass er die Krankenstation verlassen kann. Er, Ron und Hermine beginnen angesichts der neuesten Ereignisse damit, den Vielsaft-Trank zu brauen. Mit einem Ablenkungsmanöver von Harry klaut Hermine sogar Zutaten aus Snapes Schrank.
Zwischendurch sorgt aber die Ankündigung für Abwechslung, dass ein Duellierclub gegründet werden soll. Unglücklicherweise stellt sich heraus, dass Lockhart und Snape die Lehrer sind, und so kommt es, dass sich nach einigen misslungenen Vorführungen, bei denen Lockhart mal wieder seine Unfähigkeit beweist, die Schüler gegenseitig duellieren und Harry Draco gegenübersteht, der mit allen fiesen Tricks kämpft und schließlich eine Schlange auf Harry hetzt. Harry schreit die Schlange an, die sich gerade auf Justin Finch-Fletchley, einen Jungen aus seinem Kräuterkunde-Unterricht stürzen will, und aus irgendeinem Grund hört die Schlange auf ihn, aber die Schüler sind trotzdem entsetzt. Ron und Hermine zerren den verständnislosen Harry aus der Halle und erklären ihm, wie es sich für sie dargestellt hatte: Plötzlich hatte Harry in der Schlangensprache gesprochen und es sah aus, als hätte er die Schlange auf Justin gehetzt. Ron erklärt Harry, dass nur sehr wenige Zauberer die Schlangensprache, Parsel, sprechen, und dass auch Slytherin ein Parselmund war, was Harry nun sehr verdächtig mache, der Erbe des Slytherin zu sein. Harry ist sich selbst nicht sicher.
Am nächsten Tag ist er auf der Suche nach Justin, um sich zu entschuldigen, als er ihn leblos im Gang findet, neben ihm der Hausgeist von Griffindor in einem ebenso leblosen Zustand. Alle halten Harry für den Übeltäter und er wird in Dumbledores Büro gerufen. Dort ist er noch eine Weile allein und nutzt die Zeit, um den sprechenden Hut noch einmal zu fragen, in welches Haus er gehört. Der sagt ihm wieder, er hätte in Slytherin groß werden können. Dann beobachtet Harry, wie der Vogel im Büro in Flammen aufgeht. Erschrocken will er dem gerade hereintretenden Dumbledore alles erklären, als der schon sagt, dass Fawkes, der Vogel, ein Phönix ist, der irgendwann in Flammen stirbt und aus der Asche neu ersteht. Ein Phönix habe große Kräfte und seine Tränen heilen Wunden. Dumbledore glaubt Harry, dass er nichts mit den Angriffen zu tun hat, aber die nächsten Tage werden fürchterlich, da ihm fast alle Schüler aus dem Weg gehen und alle in Angst leben.
In den Weihnachtstagen sind fast alle Schüler zu Hause. Die drei Freunde nutzen die Gelegenheit, den Vielsaft-Trank bei der Maulenden Myrte in der Mädchentoilette fertig zu stellen. Nur bei Hermine gelingt die Verwandlung nicht, da sie aus Versehen ein Tierhaar statt das des Menschen, in den sie sich verwandeln will, verwendet hat. Ron und Harry verwandeln sich jedoch in Crabbe und Goyle und können Draco Malfoy ausfragen. Sie erfahren, dass Draco nicht wie vermutet der Erbe Slytherins ist, dass er auch nicht weiß, wer es ist, dass aber die Kammer vor 50 Jahren schon einmal geöffnet wurde und dass dabei ein Mädchen starb. Gerade noch rechtzeitig, bevor sie sich zurück verwandeln, können Ron und Harry zu Hermine in die Mädchentoilette zurück kehren. Hermine hat allerdings ein Fell bekommen und muss für einige Wochen in die Krankenstation.
Einige Tage später überschwemmt Myrte ihre Toilette aus Ärger und Kummer darüber, dass jemand ein Buch auf sie geworfen hat. Harry nimmt das Buch, einen 50 Jahre alten Kalender von einem T. V. Riddle, an sich, obwohl es unbeschrieben ist. Ron weiß, dass Riddle vor 50 Jahren eine Auszeichnung bekommen hat, und sie vermuten, dass er denjenigen gefangen hatte, der damals die Kammer des Schreckens öffnete.
Am Valentinstag beschert Lockhart die Schule mit Gedichte singenden Zwergen. Einer davon stellt Harry vor einer Klasse und singt ihm ein Liebeslied, doch der will flüchten und verliert dabei fast das Buch von Riddle. Dabei fällt es in eine Tintenlache, ist anschließend aber unbefleckt. Harry kommt auf die Idee, in den Kalender zu schreiben – und er antwortet. Das Tagebuch-Ich von Tom Vorlost Riddle, einem Schüler von Hogwarts, der ein Halbblut war und im Waisenhaus aufwuchs, lässt Harry in seine Erinnerungen eintauchen. Harry beobachtet den jungen Riddle vor 50 Jahren, der nach der ersten Öffnung der Kammer des Schreckens sieht, wie Rubeus Hagrid als Junge versucht, eine riesige schwarze Spinne zu verstecken. Obwohl Hagrid behauptet, dass diese Spinne nicht für die Angriffe verantwortlich sei, ist sich Harry nun sicher, dass Hagrid die Kammer vor 50 Jahren geöffnet hatte, denn dessen Vorliebe für gefährliche Tiere ist ihm ja schon lange bekannt, und schließlich war Hagrid in seiner Jugend aus irgendeinem Grund von der Schule verwiesen worden. Aber Hagrid selbst zu fragen, finden die Freunde doch zu gewagt.

Das Wählen der Fächer für das nächste Schuljahr lenkt die Schüler eine Weile ab. Dann wird Harrys Zimmer von einem Unbekannten durchwühlt und das Tagebuch von Tom Riddle wird gestohlen. Am Tag des nächsten Quidditch-Spiels gegen Hufflepuff hört Harry jedoch wieder die unheimliche Stimme, als er mit Ron und Hermine unterwegs zum Spiel ist. Hermine hat plötzlich eine Idee und verschwindet zur Bibliothek. Die beiden Jungen gehen zum Spielfeld, doch kaum hat das Spiel begonnen, stürmt Prof. McGonagall das Feld und sagt es ab. Sie führt Harry und Ron in die Krankenstation, wo sie die neuesten Opfer des Monsters finden: eine Schülerin von Ravenclaw - und Hermine, die mit einem Spiegel in der Hand gefunden wurden.
Sofort werden sehr strenge Regeln aufgestellt: Kein Schüler darf mehr allein in Hogwarts unterwegs sein, alle abendlichen Veranstaltungen und Quidditch werden gestrichen. Ron und Harry wissen aber, dass sie jetzt handeln und Hagrid fragen müssen. Sie stehlen sich mit Hilfe von Harrys Tarnumhang aus dem Schloss und werden von einem nervösen Hagrid empfangen, doch bevor sie Fragen stellen können, tauchen schon Prof. Dumbledore und der Minister für Zauberei, Cornelius Fudge, in der Hütte auf. Ron und Harry verschwinden unter dem Tarnvorhang und kauern sich in eine Ecke. Hagrid beteuert gegenüber dem erregten Fudge, mit den Angriffen nichts zu tun zu haben, was ihm Dumbledore auch glaubt. Fudge sieht sich jedoch unter Druck und will handeln – und Hagrid ins Zauberergefängnis Askaban schicken. Im gleichen Moment stürmt Lucius Malfoy in die Hütte. Er hat einen von allen Schulräten unterschriebenen Brief bei sich, der Dumbledore entmachtet, und kostet seinen Triumph aus. Als die drei die Hütte verlassen, macht Dumbledore noch eine wohl für Ron und Harry gedachte Anmerkung, dass er die Schule niemals ganz verlassen würde, so lange noch jemand ihm die Treue hält, und Hagrid erklärt dem scheinbar leeren Raum, dass man alles herausfinden könne, indem man den Spinnen folgt.
Nach Dumbledores Fortgehen fühlt sich Draco Malfoy als neuer Herr von Hogwarts, aber alle anderen sind von Furcht erfüllt. In einer Kräuterkundestunde sehen Harry und Ron wieder Spinnen. Sie sind in Richtung auf den verbotenen Wald unterwegs. Ihr Entschluss steht trotz Rons Ekel vor Spinnen beim Anblick von Hermines leerem Platz fest: Am Abend ziehen sie den Tarnumhang über, holen Hagrids Hund Fang aus der Hütte und gehen in den verbotenen Wald. Hier stoßen sie auf den alten Ford Anglia, der sich zutraulich von ihnen streicheln lässt, als sie plötzlich von zwei riesigen Spinnen gepackt, hochgehoben und weggeführt werden. Die Spinnen bringen sie zu einer Versammlung weiterer riesiger Artgenossen, und sie rufen ihren Vater Aragog. Aragog war die Spinne, die Hagrid als Kind großgezogen und nach den Mordvorwürfen im Wald versteckt und geschützt hatte. Harry rafft seinen Mut zusammen und fragt Aragog aus. Sie erfahren, dass er nicht das Monster aus der Kammer des Schreckens war, sondern etwas, wovor Spinnen große Angst haben und wovon sie nicht reden. Das Mädchen, dass damals tot in der Toilette gefunden wurde, habe nicht er, sondern das Monster umgebracht. Dann aber ist die Geduld Aragogs erschöpft und er will seinen Söhnen und Töchtern Harrys und Rons Fleisch nicht vorenthalten. In letzter Sekunde fährt der alte Ford auf die Lichtung, wirft die Spinnen um und lässt Ron und Harry bei weit geöffneten Türen einsteigen. Trotz der großen Gefahr, die das Abenteuer mit sich gebracht hat, sind sie einen Schritt weitergekommen: Sie wissen von Hagrids Unschuld. Und plötzlich erkennen sie auch, dass das Mädchen, das vor 50 Jahren starb, die Maulende Myrte sein muss, die noch immer an der Stätte ihres Todes weilt.
Wegen der scharfen Sicherheitsbestimmungen können Harry und Ron Myrte nicht besuchen und ausfragen, und am nächsten Tag vermiest ihnen die Ankündigung von Prüfungen völlig die Stimmung. Prof. McGonagall verspricht aber auch, dass in einigen Tagen die Alraunen reif genug für die Heilung der Versteinerten seien. Beim Frühstück will Ginny Ron und Harry etwas Wichtiges mitteilen, wird aber von Percy unterbrochen.
Harry und Ron schleichen sich trotz allem zur Toilette von Myrte, werden aber von Prof. McGonagall erwischt und reden sich damit heraus, dass sie Hermine im Krankenflügel besuchen wollten. Also besuchen sie tatsächlich Hermine und finden in ihrer zusammengeballten Hand einen Zettel aus der Bibliothek. Darauf steht, dass der Basilisk, der König der Schlangen, Hunderte Jahre alt und viele Meter lang werden kann. Sein Blick tötet denjenigen, der ihm direkt in die Augen sieht, und seine giftigen Zähne sind nicht minder tödlich. Selbst die Spinnen fliehen vor dem Basilisken. Harry und Ron wissen nun, was das Monster in der Kammer des Schreckens ist und warum nur Harry die Stimme der Schlange gehört hat.
Hermine hatte auch erkannt, wie sich der Basilisk in Hogwarts fortbewegt hatte, nämlich durch Rohre in der Wand. Dass die Angegriffenen durch den Blick des Basilisken nicht gestorben waren, war Glück: Sie alle hatten ihn nicht direkt angesehen, sondern nur durch eine Spiegelung im Wasser, durch einen Fotoapparat, durch den fast kopflosen Nick oder – wie Hermine, die die Gefahr schon erkannt hatte – durch einen Spiegel.
Als Ron und Harry dies den Lehrern mitteilen wollen, belauschen sie deren aufgeregtes Gespräch: Ginny Weasley ist entführt worden und die Nachricht an der Wand lautet nun "Ihr Skelett wird für immer in der Kammer liegen".
Die Lehrer schicken Gilderoy Lockhart, den Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste, der sich immer mit seinen Fähigkeiten brüstet, um die Kammer zu finden und das Monster zu besiegen, aber als Ron und Harry ihn aufsuchen, um ihm zu sagen, was sie wissen, packt er gerade seine Sachen. Er gesteht, dass alle Heldentaten, von denen er in seinen Büchern berichtet, von anderen Hexen und Zauberern vollbracht wurden, die er aber mit einem Vergessenszauber belegte, um ihre Geschichten zu übernehmen. Gerade will er auch Ron und Harry mit so einem Zauber belegen, als Harry ihn mit einem Zauberspruch entwaffnet und die Jungen ihn zwingen, mit ihm zu Myrtes Toilette zu gehen. Dort ist der Eingang, ein Waschbecken, schnell gefunden, und Lockhart muss vorgehen. Sie gelangen über eine lange Rutsche bis tief unter die Mauern von Hogwarts und finden dort in einem Tunnel eine alte, viele Meter lange Schlangenhaut. Panisch will sich Lockhart nun befreien und greift nach Rons geknicktem Zauberstab, um jetzt endlich seinen Vergessenszauber anzuwenden – aber der richtet sich gegen ihn selbst, so dass er nicht mehr weiß, wer er ist. Durch den Zauber kommt es aber auch zu einer Explosion im Tunnel, durch die Felsbrocken von der Decke stürzen und Harry von den anderen getrennt wird. Er beschließt, allein zur Kammer des Schreckens vorzudringen und Ginny zu suchen, während Ron versucht, die Steine zur Seite zu räumen.

In einer riesigen Höhle mit einer großen Figur von Salazar Slytherin findet Harry die leblose Ginny – und Tom Riddle, der immer noch ein Junge ist wie in seinem Tagebuch. Er nimmt Harrys Zauberstab an sich und hilft Harry nicht, als der ihn bittet, ihm mit Ginny zu helfen. Da begreift Harry, dass Riddle ihn ausgetrickst hat. DasTagebuch-Ich von Riddle zieht aus der kleinen Ginny seine Kraft, während sie dem Tode immer näher kommt. Tom Riddle, Kind einer direkten Enkelin von Slytherin und eines Muggels, hatte sich schon als Jugendlicher den Namen Lord Voldemort zugelegt. Als er selbst in Hogwarts war, hatte er es nicht geschafft, die Schule mit Hilfe des Basilisken von den Muggelgeborenen zu reinigen, und so hatte er Hagrid erfolgreich der Taten beschuldigt und sein Tagebuch hinterlassen, damit er eines Tages jemanden manipulieren und sein Werk beenden könne. Ginny Weasley hatte das Tagebuch gefunden und sich ihm anvertraut, und schließlich hatte er Besitz von ihr ergriffen und sie die Kammer öffnen lassen. Ginny hatte auch die Nachricht an die Wand geschrieben und Filchs versteinerte Katze aufgehängt, ohne es zu wissen. Als sie begann zu verstehen, warf sie das Tagebuch ins Klo – wo es schließlich von Harry gefunden wurde.
Jetzt will Riddle alias Voldemort wissen, wie es Harry gelingen konnte, damals zu überleben und beim dem Angriff nur mit einer Narbe davon zu kommen. Harry erzählt, dass es die Liebe seiner Mutter war, die ihn geschützt hatte. Er will Harry töten, um seinem zukünftigen Ich den Weg frei zu machen. Harry versucht, Riddle zu verunsichern, indem er sagt, Lord Voldemort wäre niemals so ein mächtiger Zauberer wie Dumbledore, und dieser Satz bewirkt, dass der Phönix Fawkes auf einmal mitsamt dem sprechenden Hut erscheint. Auch Riddle rüstet zum Kampf: Er ruft in der Schlangensprache nach dem Basilisken und befiehlt ihm, Harry zu töten.
Harry traut sich nicht, die Augen vor dem tödlichen Blick zu öffnen, doch Fawkes sticht der Schlange mit seinem Schnabel die Augen aus und Harry muss sich nun noch gegen die Giftzähne zur Wehr setzen. Da fällt aus dem sprechenden Hut ein großes Schwert, welches Harry packt und dem Basilisken in den Hals rammt – zu spät, denn er hat bereits einen Biss mit dem giftigen Zahn abbekommen und spürt, wie seine Lebensgeister ihn verlassen, obwohl der den Zahn aus der Wunde ziehen kann. Zum Glück vergießt Fawkes heilende Tränen auf Harrys Wunde. Während Riddle sich über seinen Sieg freut, schließt sich die Wunde, und Harry kann den giftigen Zahn in das Tagebuch stoßen, woraufhin Riddles Tagebuch-Ich verschwindet und eine völlig verstörte und schuldbewusste Ginny wieder zu Kräften kommt. Mit Hilfe des starken Fawkes gelangen Ron, Ginny, Harry und der verwirrte Lockhart wieder in die Toilette der maulenden Myrte, und gemeinsam eilen sie in McGonagalls Büro, wo schon alle Lehrer und die bestürzten Weasleys versammelt sind.
Harry erzählt seine Geschichte und Dumbledore erkennt, dass Ginny unschuldig ist und nur manipuliert wurde, obwohl das Tagebuch zerstört ist und keinen Beweis mehr darstellt. Er lässt ein Fest vorbereiten und will sich noch mit Harry allein unterhalten, denn diesen plagen immer noch Zweifel, ob er nicht doch ins Haus Slytherin gemusst hätte. Dumbledore erklärt ihm, dass Harry zwar viele der in Slytherin gefragten Fähigkeiten besitzt, aber dass nicht die Fähigkeiten, sondern die Entscheidungen einen Menschen zu dem machen, was er ist, und dass Harry deshalb in Griffindor am richtigen Platz sei. Außerdem habe er das Schwert des großen Godric Griffindor aus dem sprechenden Hut gezogen, was niemals einem Slytherin gelungen wäre.
Mr. Malfoy, seinen Hauselfen Dobby im Schlepptau, stürmt wütend das Büro, da er doch denkt, dass Dumbledore von seinem Posten enthoben ist. Doch Dumbledore klärt ihn auf, dass die Schulräte ihn gebeten hätten, zurück zu kehren, nachdem Ginny verschwunden war. Mehrere von ihnen hätten sich außerdem zu der Unterschrift auf dem Rücktrittsschreiben erpresst gefühlt...
Dobby signalisiert Harry, dass das Tagebuch von Tom Riddle einmal Malfoy gehört hat. Da erkennt er, dass Malfoy es in Ginnys Buch gelegt haben muss, als er es in der Buchhandlung an sich nahm. Malfoy leugnet das, verlässt aber wutschnaubend das Büro. Harry hat noch eine Idee und zieht sich eine Socke aus, die er über das Tagebuch stülpt. Damit rennt er Malfoy nach, um ihm sein Eigentum wieder zu geben. Der schleudert die Socke von sich – direkt in Dobbys Arme, der dadurch befreit ist. Malfoy ist wütend auf Harry und will ihm einen Fluch entgegenschleudern, aber der befreite Hauself richtet sich gegen seinen ehemaligen Herren und schützt Harry.
Das Abschiedsfest wird großartig, weil alle Versteinerten wieder geheilt sind, weil die Schüler nun keine Angst mehr vor Harry haben und sich sogar entschuldigen, weil Hagrid aus Askaban zurückkehrt und weil Harry und Ron für die Rettung Ginnys jeweils 200 Punkte für die Hausmeisterschaft bekommen und Griffindor dadurch gewonnen hat.
Zum Abschied erklärt Harry sicherheitshalber seinem Freund Ron noch, wie man ein Telefon benutzt, damit er nicht wieder den ganzen Sommer über allein mit den Dursleys sein muss.