Harry Potter und der Halbblutprinz

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Nach der öffentlichen Rückkehr von Voldemort ist das Land in Aufruhr. Brücken stürzen ein, Menschen sterben, Stürme verwüsten das Land, und selbst im Juli ist es neblig und kühl. Der Premierminister der Muggel wird vom neuen Zaubereiminister Rufus Scrimgeour informiert, dass es sich um die Taten von Voldemort und seinen Anhängern handelt, aber niemand kann die Gruppen, denen sich wohl auch Riesen angeschlossen haben, aufhalten.

An einem dieser nebligen Abende sucht Narzissa Malfoy in Begleitung von Bellatrix Lestrange den Lehrer Snape in seiner schäbigen Wohnung in einem Muggelwohngebiet auf. Bellatrix traut Snape nicht, den sie als Spion Dumbledores ansieht, aber Narzissa möchte ihn um Hilfe bitten für ihren Sohn Draco, der von Voldemort eine gefährliche Aufgabe bekommen hat. Snape willigt schließlich ein, den unbrechbaren Schwur zu schwören, der besagt, dass er Draco bei dessen Aufgabe schützen und notfalls für ihn einspringen will – wer diesen Schwur bricht, muss sterben. Bellatrix, immer noch skeptisch, bezeugt den Schwur.

Harry Potter hat unterdessen zwei fürchterliche Ferienwochen bei den Dursleys verbracht – er vermisst seinen verstorbenen Paten Sirius und fühlt sich schuldig an dessen Tod. Es hilft ihm nicht weiter, dass die Zeitungen wilde Spekulationen über die Ereignisse im Zaubereiministerium anstellen und ihm jetzt nachträglich Recht geben, ja, ihn sogar den „Auserwählten“ nennen. Zum Glück kommt eine erlösende Eulenpost von Dumbledore, der ihn abholen und zu den Weasleys bringen will. Vom kränklich und erschöpft wirkenden Schulleiter erfährt Harry, dass Sirius ihm das Haus am Grimmauldplatz vererbt hat, in dem weiterhin das Hauptquartier des Phönixordens ist. Auf dem Weg zu den Weasleys machen Dumbledore und Harry noch einen Umweg zu einem ehemaligen Lehrer von Slytherin: Horace Slughorn, ein älterer, kugelrunder Mann, der seit einem Jahr von Versteck zu Versteck zieht, um sich vor den Anhängern Voldemorts zu schützen. Er lässt sich überzeugen, aus dem Ruhestand zurückzukehren, um die wieder einmal frei gewordene Lehrerstelle in Hogwarts zu übernehmen.

Kurz vor dem Fuchsbau nimmt Dumbledore Harry noch einmal zur Seite, um ihm ein paar Dinge zu sagen. Er möchte, dass Harry trotz Sirius´ Tod nicht den Lebensmut verliert und mit seinen Freunden Ron und Hermine über die Prophezeiung redet. Außerdem will er Harry in diesem Schuljahr Einzelstunden geben. Harry fällt auf, dass Dumbledore eine schwarz verbrannte Hand hat, aber der Schuldirektor will noch nicht darüber reden, wie es zu dieser Verletzung kam.

Im Fuchsbau wird Harry herzlich wie immer aufgenommen. In den nächsten Wochen trüben dennoch Nachrichten von Unglücks- und Todesfällen die allgemeine Stimmung. Die Zauberer leben in ständiger Angst und unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Im Haus der Weasleys gibt es neben Harry und Hermine noch einen neuen Gast: Fleur Delacour ist eingezogen, da sie und Bill Weasley sich verlobt haben – worüber sich kaum jemand freut, da alle lieber die Aurorin Tonks als neues Familienmitglied begrüßen würden als die selbstgefällige und eitle Fleur, die schon den Spitznamen „Schleim“ bekommen hat. Tonks jedoch wirkt immer unglücklicher und heruntergekommener, weil sie sich Vorwürfe wegen Sirius´ Tod macht. Außerdem vermutet die Familie, dass sie Liebeskummer hat - ob sie in Sirius verliebt war?

Gegen Ende der Ferien kommen die Prüfungsergebnisse aus dem letzten Schuljahr. Natürlich ist Harry in Verteidigung gegen die dunklen Künste mit einem „Ohnegleichen“ benotet worden, und insgesamt sind die Zeugnisse bei allen recht gut. Für das neue Schuljahr wird wieder in der Winkelgasse eingekauft, allerdings unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Niemand darf allein herumlaufen und die Weasleys werden extra von Ministeriumswagen abgeholt. In der Winkelgasse treffen sie auf Hagrid, der sie zu ihrer Sicherheit begleiten soll. Das nächste Wiedersehen ist nicht so schön: mit Draco Malfoy und seiner Mutter geraten die Freunde in einem Geschäft fast in ein Duell, nachdem gehässige Worte über Muggel und „Schlammblüter“ gefallen sind. Hermine und die Ladenbesitzerin können die Eskalation des Streits gerade noch verhindern.

Als nächstes steht ein Besuch in Fred und Georges Scherzartikelladen auf dem Programm. Zwischen Liebestränken, Nasblutnugat und anderen Verkaufsschlagern, mit denen es die Zwillinge zu großem Erfolg gebracht haben, fällt es den Weasleys kaum auf, als Harry, Ron und Hermine unter Harrys Tarnumhang schlüpfen und Draco verfolgen, den sie vor dem Geschäft gesehen haben. Sie folgen ihm in die Nokturngasse, wo er in einem zwielichtigen Geschäft den Besitzer herrisch beauftragt, einen bestimmten Gegenstand nicht zu verkaufen und ihm zu erklären, wie man einen anderen Gegenstand, den er selbst besitzt, reparieren kann. Harry bekommt dabei den Eindruck, dass Draco dem Besitzer seinen Arm zeigt. Er vermutet, dass Draco das Dunkle Mal trägt und damit ein Todesser ist. Ron und Hermine bestreiten, dass Voldemort sich mit einem Teenager als Todesser abgeben würde, und dieses Thema wird über Wochen ein Streitpunkt zwischen den Freunden. Trotzdem erzählt Harry Mr. Weasley von seinem Verdacht, dieser kann jedoch bei einer Hausdurchsuchung bei den Malfoys nichts Verdächtiges finden.

Das Schuljahr beginnt und die Schüler fahren wie üblich mit dem Zug von Kings Cross nach Hogwarts. Diesmal werden während der Fahrt einige Schüler vom neuen Lehrer Slughorn zu einem Abendessen in sein Abteil gebeten. Es ist laut Dumbledore ein Faible von Slughorn, sich in jedem Jahrgang Lieblingsschüler zu suchen, die er in seinem Slug-Club um sich schart und besonders fördert. Zu seinen früheren Schützlingen hat er über die Jahre Kontakt gehalten und nutzt deren Einfluss zu seinen Gunsten, allerdings beruht dies auf Gegenseitigkeit. Harry ist es natürlich wieder mal nicht recht, wegen seiner Erlebnisse im Mittelpunkt zu stehen, zumal er ohnehin schon von allen jüngeren Schülern angestarrt oder sogar angehimmelt wird, aber den anderen Schülern ergeht es nicht unbedingt besser: sie wurden eingeladen, weil ihre Eltern oder Großeltern wichtige Posten haben.

Auf dem Rückweg zu seinem Abteil folgt Harry einem Slytherin, der zu Draco ins Abteil geht. Er nutzt die Gelegenheit, sich seinen Tarnumhang überzustreifen und mit ins Abteil zu schlüpfen. Hier belauscht er ein Gespräch, in dem Draco zu erkennen gibt, dass er von Voldemort mit einer Aufgabe betraut wurde.

Draco bemerkt Harrys Anwesenheit, als dieser sich nicht ganz unter dem Tarnumhang verstecken kann, und so überrascht er Harry mit einem Schockzauber. Anschließend bricht er ihm die Nase mit einem Tritt und lässt ihn unter dem Tarnumhang versteckt im Abteil liegen, als alle den Zug verlassen. Nur durch einen Zufall findet Tonks den versteinerten Harry und rettet ihn in letzter Minute aus dem schon wieder zurück fahrenden Zug.

Natürlich kommt Harry auf diese Weise zu spät und wird vor der Schule von Snape abgefangen, der ihn in das mit diversen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattete Schloss lässt, nicht ohne ihn dabei mit Punktabzug für Gryffindor und gehässigen Bemerkungen zu demütigen.

Beim Festbankett hält Dumbledore seine übliche Rede. Er stellt Slughorn überraschend als Lehrer für Zaubertränke vor – Snape bekommt endlich die Stelle, die er seit Jahren haben will, nämlich als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste.

Die Verteilung der neuen Stundenpläne birgt eine Überraschung für Ron und Harry: sie können weiterhin Zaubertränke belegen, weil Professor Slughorn mit einer schlechteren Ausgangsnote zufrieden ist als Snape. So kann Harry seinem Traum, Auror zu werden, wieder etwas näher kommen. Mit schlechtem Gewissen stellen die beiden Freunde und auch Hermine fest, dass sie Hagrids Fach alle abgewählt haben. Die Arbeit in den Kursen hält sie jedoch zunächst davon ab, sich um ihn zu kümmern. Später schaffen sie es jedoch, sich bei ihm zu entschuldigen. Hagrid zeigt sich in großer Sorge um seinen Schützling Aragog, die Riesenspinne, die krank zu sein scheint, aber vor allem Ron und Harry können diese Sorge nicht teilen.

Gleich in der ersten Stunde bei Snape, in der sie ungesagte, also nicht laut ausgesprochene Zauber lernen sollen, fängt sich Harry mit einer frechen Bemerkung ein Nachsitzen ein.

Die erste Stunde bei Slughorn ist wesentlich erfreulicher. Harry bekommt ein älteres Arbeitsbuch zugeteilt, in dem viele handschriftliche Anmerkungen des Vorbesitzers sind, der sich „der Halbblutprinz“ nannte. Mit Hilfe dieser Anmerkungen schafft es Harry, die besten Tränke zu brauen und gewinnt einen von Slughorn gestifteten Trank namens Felix Felicis, der demjenigen, der ihn trinkt, 12 Stunden lang Glück verspricht. Hermine ist sauer, weil Harry mit Hilfe des Buches mehr Erfolg im Kurs hat als sie, und gleichzeitig macht sie sich mit Ginny zusammen Sorgen über den Verfasser der Kritzeleien, da sie sich natürlich an das Tagebuch von Tom Riddle erinnert fühlen. Harry lässt jedoch Kritik am Halbblutprinzen an sich abprallen und mag nicht mehr auf die sinnvollen Ratschläge im Buch verzichten. Er probiert auch kleine Zauber aus, die dort am Rand erwähnt sind, ohne deren Wirkung zu kennen. Als er versehentlich Ron mit dem Kopf nach unten in der Luft schweben lässt, ist Hermine ernsthaft besorgt, Ron und Harry halten es jedoch nur für einen Spaß.

Bald ist es Zeit für die erste Einzelunterrichtsstunde bei Dumbledore. Der Schulleiter möchte Harry alles, was er über Voldemort weiß, näher bringen. Dazu nutzt er Erinnerungen verschiedener Leute, die er mit Hilfe des Denkariums gemeinsam mit Harry aufsuchen kann. In der ersten Stunde besuchen sie die Erinnerung eines Zaubereiministers, der die Familie Gaunt besucht, die letzten lebenden Nachkommen von Salazar Slytherin. Diese haben nicht viel mehr außer ihrem bekannten Namen, da die Familie nach und nach das Erbe verprasst hat. Sie erleben gemeinsam, wie der gehässige Vorlost Gaunt und sein missratener Sohn Morfin die Tochter namens Merope fast umbringen, weil sich herausstellt, dass sie sich in einen Muggel namens Tom Riddle verliebt hat. Gaunt und sein Sohn wurden jedoch festgenommen, weil sie Muggel provoziert und angegriffen haben. So konnte die nicht sonderlich attraktive Merope mit einem Liebestrank ihren Tom Riddle verführen und wurde schwanger. Zu der Zeit erkannte Riddle, dass er nur einem Trank erlegen war, und verließ Merope. Diese schleppte sich krank vor Liebeskummer zu einem Waisenhaus, wo sie Tom Vorlost Riddle Junior gebar und kurz darauf starb. In diesem Waisenhaus lebte Tom Riddle, der spätere Lord Voldemort.

Harry, der neuer Quidditch-Kapitän ist, muss seine diesjährige Mannschaft zusammenstellen. Zu den Auswahlspielen kommen vor allem Schaulustige, die den „Auserwählten“ sehen wollen, aber schließlich hat er ein gutes Team zusammengestellt. Als Hüter hat er neben Ron auch einen von Slughorns Lieblingen, Cormac McLaggen, zur Auswahl. Dieser zeigt seltsamerweise plötzliche Ausfälle beim Testspiel, die Harry kurze Zeit später darauf zurückführen kann, dass Hermine ihm einen Links-Rechts-Verwechslungszauber an den Hals gehext hat. Ron bekommt also den Posten des Hüters, erfährt aber nichts von Hermines Beihilfe zu seinem Erfolg.

Slughorn hält auch im Schuljahr regelmäßige Treffen seines Slug-Clubs ab, zu denen auch Hermine und Ginny eingeladen werden, weil sie sich als begabt in bestimmten Zaubern erwiesen haben. Nur Ron wird von Slughorn nicht beachtet, was diesen sehr kränkt. Harry schafft es, sich fernzuhalten und gleichzeitig die Zeit mit Ron zu verbringen, indem er das Quidditch-Training auf diese Abende legt.

Trotz der verstärkten Sicherheitsbestimmungen ist im Winter ein Wochenende in Hogsmeade erlaubt, jedoch ist es lausig kalt und ungemütlich, außerdem haben die meisten Läden geschlossen – viele ihrer Besitzer sind von Todessern getötet worden oder verschwunden. Unterwegs treffen die Freunde auf Mundungus Fletcher, der einen Koffer voller Diebesgut mit sich herumträgt. Harry erkennt Dinge aus Sirius´ Haus, aber als er Mundungus stellen will, disappariert dieser.

Auf dem Rückweg nach Hogwarts werden die Freunde Zeugen eines Anschlags. Katie Bell, eine Jägerin aus dem Quidditch-Team, hat in einer Kneipe ein Päckchen in die Hand gedrückt bekommen, dass sie jemandem in der Schule übergeben soll. Sie streitet sich mit ihrer Freundin, wobei das Päckchen geöffnet wird und Katie den Inhalt, ein Opalhalsband, berührt. Sofort wird sie in die Luft gehoben und beginnt zu schreien; ein Fluch hat sie getroffen. Sie wird in das St. Mungo´s Krankenhaus gebracht, aber niemand weiß, für wen das Päckchen bestimmt war. Harry vermutet, dass das Paket von Draco an Katie überreicht wurde, und teilt diesen Verdacht McGonagall mit – die hat jedoch genau in der fraglichen Zeit Draco bei sich nachsitzen lassen.

In der nächsten Unterrichtsstunde bei Dumbledore tauchen der Schulleiter und Harry in eine eigene Erinnerung Dumbledores ein: sie betreten gemeinsam das Waisenhaus, in dem Tom Riddle aufwuchs, und lernen einen selbstsüchtigen elfjährigen Jungen kennen, der seine erwachenden magischen Kräfte bereits nutzt, um andere Kinder zu erpressen, zu ängstigen oder zu quälen. Schon damals zeigte er Verachtung für alle Menschen. Von seinen Opfern sammelte er Diebesgut als kleine Trophäen, doch Dumbledore ließ ihn diese Dinge zurückgeben, bevor er nach Hogwarts durfte.

Langsam kristallisiert sich heraus, dass Ron und Hermine ineinander verliebt sind – leider ist ihr Timing schlecht. Ron ist furchtbar eifersüchtig auf Viktor Krum und erkennt Hermines Zuneigung nicht, sondern liefert sich nur ständige Streitereien mit ihr. Zur gleichen Zeit stellt Harry fest, dass er sich in Rons kleine Schwester Ginny verknallt hat, aber erstens hat sie schon einen Freund, und zweitens verbietet er sich eine Beziehung zur Schwester seines besten Freundes aus Angst um diese Freundschaft.

Unter dieser Anspannung fällt die Vorbereitung auf das erste Quidditch-Match vor allem Ron sehr schwer, der schlechter wird, je nervöser er ist. Harry hat eine Idee. Vor dem Spiel drängt er Ron etwas zu trinken auf, als Hermine sieht, dass er das Fläschchen mit dem Felix Felicis in der Hand hält. Hermine ist wütend, weil der Einsatz solcher Mittel vor einem Spiel verboten ist, aber Ron ist unter dem vermeintlichen Einfluss des Glückstranks endlich selbstsicher genug, um das Spiel bravourös zu überstehen. Nach dem Spiel klärt Harry auf, dass er nur so getan hat, als würde er den Trank in Rons Glas schütten, und darauf geachtet hat, dass Hermine ihn sieht. Er wollte damit beweisen, dass Ron auch ohne Hilfe gut ist, und den beiden Streithähnen Gelegenheit zur Versöhnung geben, doch leider geht diese Rechnung nicht auf. Bei der Siegesfeier der Gryffindors knutscht Ron öffentlich mit Lavender herum, was Hermine so verletzt, dass sie ihn mit einem Zauberspruch attackiert. Dies hat zur Folge, dass Harry sich nicht mehr mit beiden Freunden gleichzeitig treffen kann, weil einer auf den anderen wütend ist und gleichzeitig jeder versucht, den anderen zu kränken.

Vor den Weihnachtsferien feiert Professor Slughorn noch einmal eine größere Party, der sich Harry nun nicht entziehen kann. Da jeder noch einen Gast mitbringen kann und die Mädchen der Schule schon versuchen, Harry Liebestränke unterzujubeln, nimmt dieser kurzentschlossen Luna Lovegood mit zur Party, während Hermine versucht, Ron eifersüchtig zu machen, indem sie mit Cormac McLaggen zur Feier kommt – was sie kurze Zeit später bereut, da sie eigentlich gar nichts von ihm will.

Die Party wird für Harry erst spannend, als er Draco mit Snape in einen abgelegenen Raum gehen sieht. Harry kann ihnen mit dem Tarnumhang folgen und bekommt mit, wie Snape Draco vom unbrechbaren Schwur erzählt, den er Dracos Mutter gegenüber geleistet hat. Snape bittet Draco, ihn in seine Pläne einzuweihen, damit er helfen kann. Draco reagiert jedoch ungewohnt hochnäsig gegenüber seinem ehemaligen Lieblingslehrer und verzichtet auf Snapes Hilfe, weil er denkt, dass dieser ihm nur die Aufgabe abnehmen und den Ruhm dafür ernten will. Harry erfährt leider nicht, um welche Aufgabe es geht.

Weihnachten verbringt Harry bei den Weasleys. Er versucht Ron und Mr. Weasley davon zu überzeugen, dass Snape doch ein Verräter ist, aber beide verweisen darauf, dass Dumbledore Snape vertraut. Die Stimmung am Heiligabend ist frostig, weil Fleur und Mrs Weasley sich nicht besonders gut vertragen. Überraschend taucht Percy Weasley an der Seite von Zaubereiminister Scrimgeour auf, jedoch stellt sich heraus, dass Scrimgeour auf den Besuch gedrängt hatte, um Harry kennen zu lernen, den er auf die Seite des Ministeriums ziehen will. Da das Ministerium in den letzten Jahren nicht besonders gut auf Harry zu sprechen war und zudem noch offensichtlich unschuldige Leute eingesperrt hatte, um den Anschein von erfolgreicher Bekämpfung der Todesser zu geben, will Harry sich nicht für deren Zwecke missbrauchen lassen und gibt Scrimgeour eine klare Absage. Percy und der Minister verlassen eilig und unzufrieden das Haus. Von Lupin, der über Weihnachten zu Besuch ist, erfährt Harry Interessantes: Lupin versuchte in den letzten Wochen, das Vertrauen der Werwölfe zu gewinnen, indem er als Werwolf bei ihnen lebte. Leider ist deren Anführer, Fenrir Greyback, ein blutrünstiger Mann, der es sich zum Auftrag gemacht hat, möglichst viele Zauberer, vor allem Kinder, zu beißen und zu Werwölfen zu machen. Es war auch Greyback, der einst Lupin gebissen hatte. Greyback glaubt, dass es den Werwölfen unter Voldemort besser gehen würde, und so waren Lupins Versuche, die Werwölfe umzustimmen, nicht von Erfolg gekrönt.

Nach Weihnachten ist die Stimmung zwischen Ron und Hermine schlimmer denn je. Für Harry steht eine neue Unterrichtsstunde bei Dumbledore an. Diese beginnt mit der Erzählung, wie Tom Riddle in Hogwarts ankam, dem Haus Slytherin zugeteilt wurde und eine Gruppe von "Freunden" um sich scharte, von denen später einige die ersten Todesser wurden. Diese Jugendlichen waren schon zu Schulzeiten für einige Übeltaten verantwortlich, darunter die erste Öffnung der Kammer des Schreckens, jedoch konnten sie unter dem Regiment von Riddle nie überführt werden. Riddle, als Waise fasziniert von seiner Herkunft, findet heraus, dass er von der Familie Gaunt abstammt, und sucht seinen Onkel Morfin auf. Von diesem erfährt er, wie seine Mutter sich an seinen Vater herangemacht hatte und von diesem verlassen wurde. Er lässt Morfin mit einem Zauber bewusstlos werden, stiehlt dessen Zauberstab und ein Familienerbstück (einen Ring von Slytherin) und tötet mit Morfins Zauberstab seinen Vater und dessen Eltern - dieser schreckliche Mord im Dorf Little Hangleton wird noch Jahre später unaufgeklärt sein, weil der Avada Kedavra-Fluch keine Zeichen hinterlässt. In der Zaubererwelt wird Morfin des Mordes überführt, der unter Einfluss eines Zaubers auch sofort gesteht und nach Askaban gebracht wird. Durch komplizierte Legilimentikzauber konnte Dumbledore ihm jedoch die Wahrheit entlocken.

Anschließend zeigt Dumbledore Harry eine weitere Erinnerung: die von Professor Slughorn, der damals Tom Riddle zu seinen Lieblingsschülern zählte. Die Erinnerung zeigt, wie Tom Riddle Slughorn nach Horkruxen fragte - Slughorn behauptet, darüber nichts zu wissen. Jedoch ist die Erinnerung neblig und dumpf - laut Dumbledore ein Zeichen dafür, dass Slughorn sie verändert hat, weil er sich der wahren Erinnerung schämte. Dumbledore gibt Harry die äußerst wichtige Aufgabe, die richtige Erinnerung zu beschaffen.

Harry will dies in der nächsten Stunde Zaubertränke versuchen. Er wird von Slughorn überschwänglich gelobt, als er statt eines selbst gebrauten Gegengifts einen Bezoar (einen Stein aus dem Magen einer Ziege) präsentiert, wie er im Buch des Halbblutprinzen gelesen hat. Trotz der Euphorie Slughorns wird dieser sehr wütend, als Harry ihn nach der Stunde auf Horkruxe anspricht und verweist ihn des Raumes. Auch in Sachen Malfoy kommt Harry nicht weiter: er stellt fest, dass Crabbe und Goyle für Malfoy Wache schieben, aber Malfoy ist wie vom Erdboden verschluckt und wird nicht einmal auf der Karte der Herumtreiber angezeigt.

Auf dem Lehrplan steht nun das sehr beliebte Apparieren, also das Verschwinden und Auftauchen an einem anderen Ort. Die älteren Schüler, darunter auch Ron und Hermine, können in diesem Jahr schon die Prüfung ablegen. Die Bemühungen sind noch nicht von Erfolg gekrönt, da es sich als schwierig erweist. Schließlich schafft Hermine die Prüfung - Ron hingegen fällt knapp durch, weil er eine halbe Augenbraue am Ort des Apparierens zurück lässt.

An Rons Geburtstag isst dieser versehentlich einige mit Liebestrank für Harry gefüllte Pralinen und scheint nun unsterblich in eine der Schülerinnen verliebt, die vor Weihnachten unbedingt mit Harry zu Slughorns Party wollten. Harry schleppt seinen Freund zu Slughorn, der ein Gegenmittel ansetzt. Um auf Rons Geburtstag anzustoßen, öffnet der Professor einen wertvollen Met, den er eigentlich Dumbledore schenken wollte. Ron trinkt als Erster: mit fatalen Folgen, da der Met vergiftet war. Mit einem Bezoar kann Harry seinen Tod verhindern, dennoch ist Ron anschließend schwer krank.

Auf der Krankenstation ist Ron nicht lang allein: beim nächsten Quidditch-Spiel springt Cormac MacLaggen für Ron ein und trifft während der Partie gegen Hufflepuff versehentlich Harry mit einem Klatscher am Kopf. Das Spiel ist verloren, Harry hat einen Schädelbruch (der schnell wieder geheilt ist), aber im Krankenzimmer kommt ihm eine gute Idee, wie er unauffällig Draco beschatten kann: er beauftragt Kreacher, "seinen" Hauselfen, der ihm gehorchen muss, auch, wenn er nicht will. Dobby schließt sich ihm an, so dass Draco nun zwei Beschatter hat. Die Hauselfen finden kurze Zeit später heraus, dass Draco, wenn er verschwindet, den Raum der Wünsche betritt. Dieser wird auf der Karte des Herumtreibers nicht angezeigt. Harry versucht mehrfach, in den Raum einzudringen und herauszufinden, was Draco dort macht, aber er kann die Tür, die sich nur durch einen Zauber zeigt, nicht öffnen.

Währenddessen wird Ron die Beziehung mit Lavender immer lästiger, und er und Hermine vertragen sich seit dem Unfall mit dem Gift deutlich besser. Gleichzeitig erfährt Harry zu seiner Freude, dass sich Ginny von ihrem Freund getrennt hat - er wittert eine Chance für sich, obwohl er befürchtet, Ron könnte etwas gegen eine Beziehung zu seiner Schwester haben.

Harrys nächster Besuch bei Dumbledore beginnt unerfreulich: der Schulleiter ist schwer enttäuscht, dass Harry sich nicht mit ganzer Kraft der Aufgabe gewidmet hat, die veränderte Erinnerung zu beschaffen. Trotzdem geht der Unterricht weiter. Die beiden tauchen wieder in eine Erinnerung ein und erfahren von Voldemorts (denn so nannte er sich mittlerweile) Leben nach dem Schulabschluss. Zunächst bewarb er sich als Lehrer, wurde aufgrund seiner Jugend aber auf später vertröstet.  Daher arbeitete er einige Jahre bei Borgin und Burkes, einem Laden in der Nokturngasse, als Beschaffer von Kostbarkeiten. Diesen Job nahm er sehr ernst und war gut darin. Bei einer älteren Hexe fand er zwei wertvolle Stücke: ein Medaillon Slytherins, welches einst von seiner Mutter während ihrer Armut in der Schwangerschaft verkauft worden war, sowie einen Kelch von Helga Hufflepuff. Er tötete die Hexe und manipulierte das Gedächtnis einer Hauselfe, die später aussagte, ihre Herrin vergiftet zu haben. Das Medaillon und der Kelch verschwanden - und Voldemort ebenfalls.

Einige Jahre später, nachdem er und seine Todesser sich schon einen gewissen Ruf geschaffen haben, kam er zurück nach Hogwarts, um bei Dumbledore erneut um eine Stelle als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste zu bitten. Dumbledore lehnte dies ab, weil er vermutete, dass Voldemort die Lehrstelle gar nicht haben wollte, sondern etwas ganz anderes aus Hogwarts. Seit diesem Tag hielt es kein Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste länger als ein Jahr aus.

Einige Tage danach stirbt Aragog, und Hagrid bittet Harry und Ron, zur Beerdigung zu kommen. Zunächst wollen die Jungen nicht hingehen. Dann kommt Harry eine Idee: er will einen Teil des Glückstranks Felix Felicis verwenden, um an Slughorns Geheimnis zu kommen. Nachdem er getrunken hat, kommt ihm die Idee, doch zur Beerdigung Aragogs zu gehen. Auf dem Weg dorthin trifft er Slughorn, dem er von der Riesenspinne erzählt. Slughorn ist begeistert von der Möglichkeit, einer dieser Spinnen ihr kostbares Gift abzapfen zu können, und so begleitet er Harry zur Beerdigung und steuert noch einen guten Wein zum anschließenden Trauerumtrunk bei. Harry schafft es, Hagrid und Slughorn immer wieder mit Wein zu versorgen, bis diese hemmungslos betrunken sind. In diesem Zustand kann er Slughorn überreden, ihm die Erinnerung anzuvertrauen.

Sofort eilt Harry mit der Erinnerung zu Dumbledores Büro, wo der Schulleiter und er Zeugen werden, wie Slughorn dem jungen Voldemort erklärt, was Horkruxe sind: eine Möglichkeit, durch den Mord an jemandem einen Teil seiner Seele auf einen Gegenstand zu übertragen und so auch beim Tod des Körpers einen Weg zu haben, ins Leben zurück zu kehren. Voldemort deutete in diesem lange zurück liegenden Gespräch an, die Aufteilung der Seele in sieben Horkruxe sinnvoll zu finden, da die Sieben eine starke magische Zahl ist. Jetzt hat Dumbledore die Bestätigung für seine Befürchtungen: Voldemort hat seine Seele in mehrere Horkruxe aufgeteilt - nur wer alle Horkruxe findet und zerstört, kann auch Voldemort töten! Dessen starke Besessenheit von Trophäen lässt Dumbledore glauben, dass die Horkruxe nicht irgendwelche, sondern besondere Gegenstände sind: der Kelch von Hufflepuff, das Medaillon von Slytherin und der Ring der Familie Gaunt. Letzteren hatte der Schulleiter vor Beginn des Schuljahres aufgestöbert und zerstört: die Folge war die verbrannte Hand. Einen weiteren Horkrux hatte Harry schon vor Jahren zerstört, nämlich das Tagebuch Tom Riddles. Ein weiterer Teil der Seele ist in Voldemorts Körper, so dass noch vier Horkruxe fehlen. Dumbledore vermutet, dass es sich neben Kelch und Medaillon um die Schlange Nagini und einen weiteren Gegenstand handelt, und er deutet an, zu wissen, wo einer davon ist. Harry dürfe mitkommen, wenn er diesen Horkrux zerstören werde.

Kurz vor dem entscheidenden Quidditch-Spiel gegen Ravenclaw überrascht Harry Draco weinend auf dem Jungenklo, wo dieser gerade sein Herz der maulenden Myrthe ausschüttet. Draco, der sich ertappt fühlt, hebt seinen Zauberstab, und ein Duell beginnt. Gerade, als Draco einen Cruciatus-Fluch sprechen will, erinnert sich Harry an einen Fluch namens Sectumsempra aus dem Buch des Halbblutprinzen, welcher "gegen Feinde" wirken soll. Die Wirkung ist verheerend: Dracos Gesicht und Brust werden aufgeschlitzt und er droht zu verbluten, bis der vom Geschrei Myrthes alarmierte Snape zur Hilfe eilt und ihn rettet. Harry ist entsetzt von sich selbst, jedoch will er gerade Snape nicht verraten, woher er diesen Fluch kennt. So versteckt er sein Zaubertränkebuch in aller Eile im Raum der Wünsche, als Snape seine Schulsachen durchsuchen will. Snape scheint etwas zu ahnen, kann Harry aber nichts nachweisen und verordnet ihm Nachsitzen für die nächsten Samstage - als besondere Strafe auch während des letzten Quidditch-Spiels der Saison.

Das entscheidende Spiel wird mit Ginny an Harrys Stelle gespielt, und als Harry von seinem Nachsitzen kommt, findet er die Gryffindors in heller Freude um den Pokalsieg vor. Vor lauter Glück küsst er übermütig Ginny, ohne groß darüber nachzudenken - und endlich kann er mit ihr zusammen sein. Sogar Ron gibt sein stillschweigendes Okay.

In den nächsten Wochen genießt Harry sein Glück mit Ginny, das nur von Vorbereitungen auf Prüfungen und dem Nachsitzen bei Snape getrübt wird. Hermine findet in der Bibliothek heraus, dass einmal eine Schülerin namens Eileen Prince in Hogwarts war, von der sie nun vermutet, dass sie der Halbblutprinz sein könnte. Harry glaubt jedoch, es müsse ein Mann gewesen sein.

Als die nächste Nachricht von Dumbledore kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Harry begegnet auf dem Weg zum Schulleiter der schimpfenden und betrunkenen Professor Trelawney, die beim Versuch, Alkohol im Raum der Wünsche zu verstecken, von einem Unbekannten, der dort offensichtlich eine Freudenfeier abhielt, mit einem Zauber herausgeworfen wurde. Harry befürchtet nun, dass Draco den Gegenstand reparieren konnte und will dies Dumbledore mitteilen. Die angetrunkene Trelawney erzählt ihm auf dem Weg, dass Snape derjenige war, der damals die Prophezeiung mit anhören konnte, als sie im Vorstellungsgespräch bei Dumbledore war. Harry lässt sie stehen und will Dumbledore zur Rede stellen, wütend darüber, dass dieser Snape nach wie vor vertraut, obwohl Snape offensichtlich derjenige war, der Voldemort von der Prophezeiung erzählt und damit Harrys Eltern dem Tod ausgeliefert hatte. Dumbledore kann Harry beschwichtigen - er sagt, es wäre zwar ein Fehler Snapes gewesen, jedoch hätte er diesen Fehler zutiefst bereut. Viel wichtiger sei außerdem, dass er einen Horkrux aufgespürt habe. Harry solle seinen Tarnumhang holen und mitkommen.

Harry befürchtet, dass in der Abwesenheit des Schulleiters Draco seinen unbekannten Auftrag mit Snapes Hilfe erfüllen könnte, darum beauftragt er Ron und Hermine, die alte Gruppe "Dumbledores Armee" zusammen zu trommeln und Wache zu stehen - außerdem gibt er ihnen den Rest vom Felix Felicis, bevor er mit Dumbledore disappariert und bei einer versteckten Höhle in der Nähe von Voldemorts ehemaligem Waisenhaus wieder appariert.

Dumbledore führt Harry in die Höhle, durch eine nur mit einem Blutzoll zu öffnende Tür in der Wand und in einen riesigen dunklen Raum, der von einem See ausgefüllt wird, in dessen Mitte sich eine kleine Insel befindet. Schnell stellen sie fest, dass der See mit Inferi, also mit Leichen, bevölkert ist, die jedoch vorerst zulassen, dass Harry und Dumbledore mit einem kleinen verzauberten Boot auf die Insel übersetzen. Dort angekommen, finden Sie ein Steinbecken mit einer Flüssigkeit, unter der ein Medaillon liegt. Die Flüssigkeit kann nicht durch Zauberei oder ausgießen oder austrocknen geleert werden, wie Dumbledore feststellt, sondern nur, indem man sie trinkt - und Harrys Protesten zum Trotz beginnt er auch gleich damit, nicht ohne Harry vorher einzuschärfen, ihn auf jeden Fall zu zwingen, alles zu trinken. Schon nach 3 Bechern kann Dumbledore vor Schmerzen und Angst das Gift nicht mehr allein trinken, und Harry flößt ihm widerwillig den Rest der Flüssigkeit ein, bis der Schulleiter erschöpft zusammenbricht und nach Wasser verlangt. Da dies die einzige Möglichkeit ist, füllt Harry einen Kelch mit Wasser aus dem See - und ruft damit die Inferi auf den Plan, die Harry verzweifelt, aber erfolglos zu bekämpfen versucht. Dumbledore kann diese jedoch gerade noch mit einem Kreis aus Feuer bannen, und die beiden gelangen mitsamt dem Medaillon aus der Höhle heraus.

Als sie in der Nähe der "Drei Besen" von Madame Rosmerta apparieren, ist Dumbledore durch das Gift sehr stark geschwächt und verlangt nach Snape, der ihm helfen soll. Mit Hilfe von Rosmertas Besen fliegen die beiden zur Schule, wo sie zu ihrem Schrecken über dem Astronomieturm das dunkle Mal sehen. Kaum sind sie dort gelandet, kommt jemand auf den Turm, der einen Entwaffnungszauber für Dumbledore spricht: Draco Malfoy. Dumbledore, anstatt den Zauber abzublocken, versteinert stattdessen den unter seinem Tarnumhang versteckten Harry, der die weiteren Szenen reglos mit anschauen muss. Draco gibt sich als angeheuerter Mörder von Dumbledore zu erkennen, bringt es jedoch nicht über sich, seinen Schulleiter gleich zu töten. Er prahlt damit, wie er die Todesser in die Schule schleusen konnte: mit einem von ihm reparierten Verschwindekabinett, dessen Gegenstück im Laden von Borgin und Burkes steht. Außerdem klärt er auf, wer Katie das verfluchte Opalhalsband gab und den Met für Dumbledore vergiftete: die unter einem Imperius-Fluch stehende Madame Rosmerta. Dumbledore weiß bereits seit Langem, dass Draco hinter den Mordanschlägen auf ihn steckt, wollte ihn zu seinem eigenen Schutz jedoch nicht auffliegen lassen. Er bietet Draco seine Hilfe und seinen Schutz vor Voldemort an, auch für seine Mutter, doch in diesem Moment erscheinen vier Todesser, darunter der Werwolf Fenrir Greyback. Sie fordern Draco auf, Dumbledore sofort zu töten, doch dieser zögert. Da erscheint Snape, der kaltblütig den Avada Kedavra-Fluch über Dumbledore spricht. Dessen Leichnam fällt vom Astronomieturm und die Todesser rennen die Treppe herunter zu ihren Gefährten, die man von oben kämpfen hört. Harry ist fassungslos, aber seine Versteinerung ist gelöst, so dass er den Todessern folgt, in der Hoffnung, Snape erledigen zu können.

Auf dem Weg nach unten stößt er auf in einen Kampf verstrickte Todesser und Mitglieder des Phönixordens sowie Ginny und Neville - dank des Felix Felicis können seine Freunde den Flüchen ausweichen. Snape ruft den Rückzug aus und die Todesser fliehen, einer wird getötet. Harry versucht, Snape zu verfolgen, und kurz darauf stehen sich der wehrlose Harry und Snape gegenüber - hasserfüllt versucht Harry, Snape mit dem Sectumsempra-Fluch zu verletzen. Da gibt Snape, der Harrys Flüche mühelos abwehren kann, sich als der Erfinder dieses Zaubers zu erkennen: er war der Halbblutprinz! Als ein anderer Todesser Harry entwaffnet, tötet Snape den Jungen jedoch nicht, weil Lord Voldemort dies selbst tun will. Die Todesser können trotz erbitterter Gegenwehr von Hagrid, Seidenschnabel und den Auroren über die Grenzen des Schulgeländes fliehen und disapparieren.

Langsam sickert die Nachricht von Dumbledores Tod zu allen Schülern und Lehrern durch. Die Verletzten, darunter Bill Weasley, der von Fenrir Greyback angefallen wurde, werden ins Krankenzimmer gebracht und versorgt. Hier erzählt Harry seinen Freunden von Dumbledores letztem Weg und erfährt, wie sich die Kämpfe in der Schule abgespielt haben: Ron, Hermine, Luna und Neville konnten nicht verhindern, dass die Todesser durch den Raum der Wünsche, in dem das Verschwindekabinett stand, in die Schule gelangten, und der von den Lehrern im guten Glauben zur Hilfe gerufene Snape schlug sich für alle überraschend auf die gegnerische Seite. Zum Glück ist außer Bill niemand ernsthaft verletzt worden, und trotz der Verstümmelung von Bills Gesicht und seiner ungewissen Zukunft lässt Fleur sich nicht beirren, ihn zu heiraten, was ihr letztlich doch noch den Respekt von Mrs. Weasley einbringt. Dies nehmen auch Tonks und Lupin zum Vorbild: sie waren schon lange ineinander verliebt, jedoch hatte Lupin sich aufgrund seines Werwolf-Daseins von Tonks ferngehalten.

Harry wird von der stellvertretenden Schulleiterin McGonagall in das Büro des Schulleiters gerufen, wo er sich jedoch weigert, ihr zu erzählen, was er und Dumbledore zwischenzeitlich getan hatten. Er klärt jedoch vor allen Lehrern Snapes Rolle auf. Die Lehrer beratschlagen, ob die Schule jetzt geschlossen werden soll, werden sich aber nicht einig.

In der Zwischenzeit findet Harry heraus, dass das Medaillon aus der Höhle nicht der richtige Horkrux ist. Jemand mit den Initialen R. A. B. hatte den richtigen Horkrux gegen das falsche Amulett ausgetauscht und darin die Nachricht für Voldemort hinterlassen, dass er versuchen würde, den Horkrux zu zerstören. Wer R. A. B. ist oder war, finden Hermine, Ron und Harry nicht heraus, jedoch stellen sie fest, dass Snape der Sohn von Eileen Prince war - Hermine war also auf der richtigen Spur.

Zum Begräbnis von Dumbledore vor der Schule kommen viele Trauergäste, und Harry kann endlich das Ausmaß des Verlustes begreifen. Außerdem begreift er auch, dass er sich von Ginny trennen muss, um sie nicht in Gefahr zu bringen, da Voldemort sich immer wieder Freunde und Familie von ihm als Opfer gesucht hatte. Ginny ist natürlich nicht glücklich darüber, hat aber trotz allem Verständnis.

Ein letzes Mal macht sich Harry nun auf den Weg zu seiner Tante und seinem Onkel, wie er es Dumbledore einmal versprochen hatte. Er will danach nicht zur Schule zurückkehren, sondern nach den Horkruxen suchen: dem Medaillon von Slytherin, der Schlange, dem Kelch von Hufflepuff und dem vierten unbekannten Gegenstand. Hermine und Ron wollen ihn auf der Suche begleiten. Zuerst einmal wollen sie aber noch einen unbeschwerten Tag gemeinsam im Fuchsbau verbringen: bei Bills und Fleurs Hochzeit. Dieser Gedanke gibt Harry etwas Trost.