Harry Potter und der Gefangene von Askaban |
Seinen 13. Geburtstag verbringt Harry Potter
wie jeden Geburtstag bei seinen Verwandten, den Dursleys. In diesem Jahr bekommt
er allerdings mit der nächtlichen Eulenpost die ersten Geburtstagskarten
seines Lebens - und Geschenke: Von Ron ein Taschenspickoskop, welches sich drehen
soll, wenn nicht vertrauenswürdige Leute in der Nähe sind, von Hermine
ein Besenpflege-Set und von Hagrid ein beißendes Buch über die Pflege
magischer Geschöpfe. Außerdem erfährt Harry von Ron, dass dessen
Familie einen Preis gewonnen hat und sogar für die Zeitung fotografiert
wurde. In einem Brief von Hogwarts steht, dass Harry die Unterschrift seines
Vormunds braucht, um an den Wochenenden in das Zaubererdorf Hogsmeade zu dürfen.
Da sieht er allerdings schwarz, und zu Recht: Sein Onkel Vernon weigert sich
zu unterschreiben. Aber als sich Besuch von der ungeliebten Tante Magda ankündigt,
sieht Harry seine Chance: Er verspricht im Gegenzug für eine Unterschrift
Tante Magdas Sticheleien klaglos zu ertragen und sogar die Lügengeschichte
über seine angeblich kriminelle Vergangenheit zu bestätigen, welche
die Dursleys Magda erzählt hatten.
Eine Woche lang hält Harry es durch, aber am letzten Tag treibt Magda es
zu weit und behauptet, Harrys Eltern wären Kriminelle und Rumtreiber gewesen.
Harry rastet aus und durch seine Wut verzaubert er unbeabsichtigt Tante Magda,
die plötzlich wie ein Hefekuchen aufgeht und an die Zimmerdecke schwebt.
Harry rafft all seine Schulsachen zusammen und läuft aus dem Haus, wo er
zunächst feststellt, dass er nun in Schwierigkeiten ist, da ihm das Zaubern
zu Hause ja verboten ist und ihm nun der Schulverweis droht. Plötzlich
sieht er einen furchteinflößenden großen schwarzen Hund, der
ihm auflauert. Im gleichen Moment erscheint allerdings der Fahrende Ritter,
ein Zaubererbus, den er durch ein Zauberstabschwenken versehentlich herbeigerufen
hat. Harry nutzt die Gelegenheit und lässt sich von dem abenteuerlichen
Gefährt nach London in die Winkelgasse bringen, wo er sein Geld holen und
weitere Pläne machen will. Im Bus erfährt er aus der Zeitung, dass
ein gefährlicher Zauberer aus dem Gefängnis Askaban geflohen ist -
sogar in den Muggelnachrichten wurde vor ihm gewarnt. Sirius Black, ein Anhänger
Voldemorts, soll einen Zauberer und mehrere Muggel auf einmal getötet haben
und dann noch laut gelacht haben, als man ihn fing.
In der Winkelgasse wird Harry direkt von
Zaubereiminister Fudge abgefangen, als er aus dem Bus steigt. Zu Harrys Überraschung
wirkt er sehr glücklich, Harry zu sehen, und tut die verbotene Zauberei
als Kleinigkeit ab. Er quartiert Harry in der Wirtschaft "Zum Tropfenden
Kessel" ein und nimmt ihm das Versprechen ab, niemals in den Muggelbereich
von London zu gehen. Im Tropfenden Kessel lässt Harry es sich gut gehen
und stöbert tagelang durch die Winkelgasse. Dabei stößt er auf
seinen neuen Traumbesen, den leider unerschwinglichen Feuerblitz, und ein unheilvolles
Buch, in dem ausgerechnet ein großer schwarzer Hund, der Grimm, als ein
besonders schlimmes Todesomen beschrieben wird. In der Winkelgasse trifft Harry
dann auch Ron und Hermine beim Einkauf für die Schule. Rons Ratte Krätze
geht es nicht besonders gut und er kauft ihr ein Rattentonikum in der Magischen
Menagerie, als dort plötzlich eine große Katze auf die Ratte springt
und sie töten will. Zu Rons Entsetzen kauft Hermine sich ausgerechnet diese
Katze, nachdem Krätze ihr nur knapp entronnen ist. Die Weasleys übernachten
wie Harry im Tropfenden Kessel, und so hört er abends zufällig ein
Gespräch von Rons Eltern. Sie streiten darüber, ob sie Harry sagen
sollen, dass der entflohene Black in Askaban im Schlaf immer murmelte "er
ist in Hogwarts" und dass alle nun Angst um Harry haben, hinter dem der
Massenmörder her ist.
Am nächsten Tag werden alle zur Sicherheit von Ministeriumsfahrzeugen zum
Zug nach Hogwarts gebracht. Harry, Ron und Hermine ergattern ein Abteil fast
für sich allein - ein schlafender, ausgemergelt aussehender Mann ist schon
dort. Plötzlich hält der Zug, und geheimnisvolle Gestalten in Umhängen
steigen zu. Als eine von ihnen das Abteil betritt, wird Harry schlecht und er
fällt in Ohnmacht. Als er aufwacht, erklärt ihm der Mann, der sich
als ihr neuer Professor für Verteidigung gegen die dunklen Künste,
Remus Lupin, herausstellt, dass die Gestalten Dementoren waren, die Wächter
von Askaban auf der Suche nach Black. Allen ging es beim Erscheinen des Dementors
schlecht, aber kein anderer ist in Ohnmacht gefallen. Lupin verteilt als Gegenmittel
Schokolade.
Beim Festessen erklärt Dumbledore, dass
die Dementoren alle Eingänge von Hogwarts bewachen werden. Außerdem
stellt er die neuen Lehrer vor: Lupin und Hagrid als neue Lehrer für Pflege
magischer Geschöpfe.
Das Schuljahr beginnt und Harry und Ron stellen verwundert fest, dass Hermine
auf ihrem Stundenplan mehrere Unterrichtsstunden zur gleichen Zeit hat. Hermine
schweigt sich darüber aus. Professor Trelawney ist die Lehrerin für
Wahrsagen, und gleich in ihrer ersten Stunde sagt sie für Harry den baldigen
Tod voraus. Nachdem Prof. McGonagall in der nächsten Stunde erklärt,
dass Trelawney das so in jedem Schuljahr mit einem Schüler macht, nehmen
die meisten Schüler die Lehrerin jedoch nicht mehr so ernst - allen voran
Hermine.
In Hagrids erster Unterrichtsstunde zeigt er den Schülern Hippogreife,
seltsame Mischungen aus Pferden und Greifvögeln, die sehr stolz sind, aber
sich auch reiten lassen. Harry gelingt es, auf einem Hippogreif zu reiten, aber
Draco Malfoy reizt trotz aller Warnungen den Hippogreif Seidenschnabel so lange,
bis der ihm eine Wunde am Arm zufügt. Hagrid fürchtet um seine Entlassung
und um Seidenschnabels Leben.
In der ersten Stunde von Professor Lupin soll ein Irrwicht bekämpft werden,
ein Wesen, welches die Form dessen annimmt, das man am meisten fürchtet.
Man muss es mit einem einfachen Zauber lächerlich machen, was sogar dem
tollpatschigen Neville gelingt. Als Harry an der Reihe ist, übernimmt jedoch
Lupin den Irrwicht - bei ihm verwandelt sich das Wesen in eine silbrig schimmernde
Kugel.
Die Woche vergeht mit Quidditch-Training, einigen vergeblichen Anschlägen
von Hermines Katze Krummbein auf Rons Ratte Krätze und weiteren Todesvorhersagen
von Prof. Trelawney für Harry. Am Halloween-Wochenende ist zum ersten Mal
ein Besuch in Hogsmeade angesagt - für alle außer Harry. Der streift
durch Hogwarts und begegnet Prof.essor Lupin. Er beschließt, ihn zu fragen,
wieso Lupin ihm nicht zugetraut hatte, den Irrwicht zu bekämpfen. Lupin
erklärt, dass er befürchtet hatte, Harry würde zum großen
Schrecken der ganzen Klasse Voldemort erscheinen lassen, aber Harry hat viel
mehr Angst vor den Dementoren. Prof. Snape bringt Lupin einen Trank, und Harry
befürchtet, dass er vergiftet ist, aber Lupin, der in der letzten Zeit
sehr krank wirkt, trinkt ihn aus. Bei der Rückkehr der anderen aus Hogsmeade
kommt auch Harry zum Griffindor-Turm, und dort zeigt sich, dass Sirius Black
in die Schule eingedrungen ist und das Portrait der fetten Dame, die den Turm
bewacht, bedroht und mit einem Messer angegriffen hat.
In den nächsten Tagen werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.
Sogar das Quidditch-Training findet unter Aufsicht von Lehrern statt. Snape
muss in einer Stunde für Lupin einspringen und kritisiert Lupins Arbeit.
Er lässt die Klasse einen Text über Werwölfe abschreiben, obwohl
eigentlich noch ganz andere Kreaturen auf dem Lehrplan stehen, und verteilt
Strafen und eine extra lange Hausaufgabe.
Das erste Quidditch-Spiel gegen Hufflepuff findet bei schrecklichem Wetter statt.
Als Harry kurz davor ist, trotzdem den Schnatz zu fangen, sieht er in einer
Sitzreihe plötzlich den Grimm. Harry wird auf einmal übel. Da sieht
er, wie Dementoren auf das Spielfeld kommen. Er wird panisch und hört die
Stimmen seiner Eltern kurz vor ihrem Tod, die Voldemort um Gnade für ihr
Kind anflehen. Ohnmächtig stürzt er vom Besen. Traurige Bilanz des
Spiels: Griffindor hat verloren, Harrys geliebter Besen rast in die Peitschende
Weide und wird völlig zerstört und Harry selbst liegt ein paar Tage
im Krankenflügel.
Harry beschließt, Lupin um Hilfe zu bitten, da er befürchtet, dass
bei dem nächsten Spiel wieder Dementoren auftauchen, obwohl Dumbledore
über deren Erscheinen sehr wütend war und ihnen das Betreten der Schule
verboten hat. Lupin erklärt Harry, warum er so stark auf die Wächter
von Askaban reagiert, während anderen Schülern gerade mal ein bisschen
übel wird: die Dementoren greifen besonders stark die Menschen an, die
Schreckliches erlebt haben. Sie leben von den Gefühlen der Menschen und
saugen deren glückliche Erinnerungen auf. Lupin verspricht, Harry nach
Weihnachten zu zeigen, wie man gegen die Dementoren ankämpfen kann.
Kurz vor den Ferien findet noch ein Hogsmeade-Wochenende statt. Als Harry trübsinnig
allein durch die Schule streift, überraschen ihn Fred und George Weasley
mit einem Geschenk: der Karte des Herumtreibers von den Herren Moony, Wurmschwanz,
Tatze und Krone. Auf ihr kann man, wenn man ihr verspricht, ein Tunichtgut zu
sein, ganz Hogwarts und deren Bewohner an ihrem jeweiligen Aufenthaltsort sehen,
außerdem sind die Geheimgänge verzeichnet. Harry schleicht sich mit
Hilfe der Karte durch einen Geheimgang nach Hogsmeade, wo er einen begeisterten
Ron und eine tadelnde Hermine vorfindet. Zusammen gehen sie in die Wirtschaft
Drei Besen, um dort das großartige Butterbier zu trinken. Jedoch werden
sie fast erwischt, als Prof. McGonagall, Hagrid und Minister Fudge sich dort
treffen und mit der Wirtin an einem Tisch ganz in ihrer Nähe Platz nehmen.
Harry kann noch unter dem Tisch verschwinden und die Kinder hören das Gespräch
der Erwachsenen mit. Harry erfährt, dass Sirius Black und sein Vater früher
die besten Freunde waren und Black sogar Trauzeuge seiner Eltern und sein Pate
wurde. Die Potters wussten damals, dass Voldemort hinter ihnen her ist und dass
sich ein Verräter in ihren Reihen befand, und wandten den sehr starken
Fidelius-Zauber an: Sie verwahrten das Geheimnis ihres Aufenthaltes im Inneren
eines Menschen, dem Geheimniswahrer, so dass sie fortan unauffindbar gewesen
wären - hätte nicht dieser Mensch als Doppelagent für Voldemort
gearbeitet und sie verraten. Ihr Geheimniswahrer war Sirius Black.
Am Tag nach dem Mord an Harrys Eltern und Voldemorts Niederlage an Harrys Kinderbett
stellte Peter Pettigrew, ein Junge, der ebenfalls mit Black und Potter befreundet
war, Black in einer Fußgängerzone zum Duell, doch Black, der ein
viel begabterer Zauberer war als Pettigrew, tötete seinen ehemaligen Freund
und noch viele der umstehenden Muggel. Als man ihn fing und nach Askaban brachte,
lachte er nur. Fudge berichtet, dass Askaban mit seinen Wächtern Black
nicht so viel auszumachen schien - er hätte sogar noch nach einer Zeitung
gefragt, anstatt wie die anderen Gefangenen völlig in sich zusammen zu
brechen. Als die Lehrer und Fudge die Wirtschaft verlassen, bleibt ein völlig
verstörter Harry mit seinen Freunden zurück.
Harry beginnt, Black aus ganzem Herzen zu hassen, und plant sogar, ihn aufzuspüren
und zu töten, aber er wird zu Rons und Hermines großer Erleichterung
bald wieder abgelenkt. Hagrid hat ein Schreiben bekommen, dass er Seidenschnabel
vor den Ausschuss zur Beseitigung gefährlicher Geschöpfe zu einer
Anhörung bringen muss. Bis zum Weihnachtsmorgen vergisst Harry die Neuigkeiten
über Black, weil er von der Recherche nach Hilfsmöglichkeiten für
Seidenschnabel beschäftigt ist, und an Weihnachten wird er erneut abgelenkt,
denn jemand hat ihm anonym den Rennbesen Feuerblitz geschenkt. Ron ist begeistert,
Hermine aber befürchtet, dass es eine Falle von Black sein könnte.
Ron ist sowieso schon gereizt, weil ihr Krummbein mal wieder seine Ratte angefallen
hat, aber auch Harry ist ehrlich wütend auf Hermine, als die kurz nach
dem Weihnachtsessen Prof. McGonagall von dem Besen erzählt, der daraufhin
eingezogen wird, um auf gefährliche Zauber untersucht zu werden.
Nach
Weihnachten ist die Stimmung zwischen den Freunden immer noch kühl, und
so verrät Hermine den Jungen auch nicht, was ihrer Ansicht nach hinter
Lupins Krankheit und Snapes Heiltränken steckt. Harry lernt jetzt auch
endlich mit Hilfe von Lupin und einem weiteren Irrwicht endlich die Grundzüge
der Verteidigung gegen die Dementoren: es ist ein Zauber, bei dem man sich auf
gute Gedanken konzentrieren muss, um einen sogenannten Patronus als Schutzgeist
heraufzubeschwören, auf den sich der Dementor dann konzentriert. Harry
scheitert bei seinen ersten Übungen kläglich, auch, weil er hin- und
hergerissen ist zwischen dem Besiegen des Dementors und dem Wunsch, erneut die
Stimmen seiner Eltern zu hören. Trotzdem ist sein Lehrer mit Harrys Leistung
zufrieden. Im Gespräch mit ihm erfährt Harry, dass auch Remus Lupin
zum engen Freundeskreis seiner Eltern gehörte. Außerdem erklärt
ihm Lupin, wie die Dementoren die Höchststrafe vergeben: Bei ihrem "Kuss"
saugen sie die Seele ihres Opfers durch den Mund hinaus, so dass ein verfluchtes
Leben zurückbleibt. Harry ist der Ansicht, dass Black diese Strafe verdient.
Hermine vergräbt sich immer mehr in ihrer Arbeit und meistert offensichtlich
zwei Unterrichtsstunden zur gleichen Zeit, während Harry schon mit Quidditch-Training,
Hausaufgaben und Dementor-Abwehrübungen einen völlig ausgefüllten
Tag hat. Neville Longbottom verliert einen Zettel mit allen Passwörtern
für den Griffindor-Turm, aber niemand beachtet das, denn pünktlich
zum wichtigen Spiel bekommt Harry seinen Besen wieder, den er schon verloren
glaubte. Als Harry und Ron sich deshalb gerade wieder mit Hermine vertragen
wollen, macht Ron eine schreckliche Entdeckung: Krätze ist verschwunden,
auf seinem Platz liegt nur noch Blut und ein Büschel Haare von Krummbein.
Ron ist sehr traurig über den Tod seiner Ratte und redet nicht mehr mit
Hermine.
Das Training mit dem neuen Feuerblitz verläuft vielversprechend, und so
sieht Harry dem Spiel mit großer Freude entgegen, auch wenn die neue Sucherin
von Ravenclaw, Cho Chang, eine sehr gute (und nebenbei ausgesprochen attraktive)
Spielerin ist. Beim Spiel ist er mit dem neuen Besen allen überlegen,
und als plötzlich Dementoren auf dem Spielfeld auftauchen, ist er so glücklich,
dass er einen großen Patronus erschaffen und gleich darauf den Schnatz
fangen kann. Dass die Dementoren diesmal keine Angst in ihm ausgelöst hatten,
lag daran, dass es sich um verkleidete Slytherins, allen voran Malfoy, handelte,
die mit Punktabzug bestraft werden. Die Griffindors feiern bis spät in
die Nacht.
Harry schreckt aus dem Schlaf, als Ron schreit. Sirius Black hatte sich mit
den Passwörtern auf Nevilles Zetteln Zugang zum Turm verschafft, Rons Bettvorhänge
mit einem Messer aufgeschlitzt und Ron zu Tode erschrocken, war dann aber wieder
verschwunden.
Die Sicherheitsvorkehrungen werden wieder verschärft und Ron steht eine
Weile im Mittelpunkt. Als Hagrid die Jungen zu sich bittet, fällt ihnen
auf, dass sie Seidenschnabels Prozess völlig vergessen hatten - Hermine
jedoch nicht. Hagrid redet den beiden ins Gewissen, sich doch wieder mit Hermine
zu vertragen, es täte ihr doch alles fürchterlich Leid. Aber Ron zeigt
sich unversöhnlich, vor allem, als Hermine Harry auch noch davon abhalten
will, beim nächsten Hogsmeade-Wochenende wieder durch den Geheimgang zu
gehen. Harry nimmt diesmal immerhin seinen Tarnumhang mit, wird aber vorher
schon fast von Snape erwischt. In Hogsmeade besuchen Ron und Harry alle möglichen
Geschäfte und kommen dann zur "Heulenden Hütte", dem unheimlichen
Spukhaus. Hier treffen sie auf Malfoy, Crabbe und Goyle und nutzen die Gelegenheit:
Der unsichtbare Harry bewirft die Drei mit Schlamm. Dummerweise rutscht dabei
der Umhang von Harrys Kopf und er wird für einen Moment sichtbar. Harry
rennt zurück nach Hogwarts und muss in der Eile sogar seinen Tarnumhang
im Geheimgang zurücklassen, aber Malfoy ist schneller - als Harry ankommt,
wird er schon von Snape erwartet, der sich freut, ihn bestrafen zu können.
Er meint, Harry wäre genauso eingebildet herumspaziert wie sein Vater,
und da platzt Harry der Kragen. Er schreit Snape an, dass er weiß, dass
sein Vater ihm einmal das Leben gerettet hat, und daraufhin erzählt ihm
Snape seine Version der Geschichte: Harrys Vater und seine Freunde hatten Snape
in Lebensgefahr gebracht und James Potter hatte ihn dann doch noch gewarnt,
und damit zwar Snapes Leben, aber auch sich und seine Freunde vor dem Schulverweis
gerettet.
Harry muss nun seine Taschen ausleeren und die Karte des Herumtreibers kommt
zum Vorschein. Snape versucht, ihr Geheimnis zu enträtseln, aber die Karte
schreibt ihm freche Antworten auf seine Fragen, so dass Snape sehr wütend
wird. Er ruft Lupin als Experten für schwarze Magie hinzu, der aber die
Karte als harmlos abtut und sie an sich nimmt. Vor Snapes Büro sagt er
den Jungen, dass er weiß, wozu das Pergament in der Lage ist, und er behält
die Karte, um Harry vor Black und seinem eigenen Übermut zu schützen.
Am Abend erfahren die beiden, dass Hagrid und Seidenschnabel den Prozess verloren
haben. Der Kummer vereint sie wieder mit Hermine, die sich nun endlich auch
für Krummbeins Angriffe auf Krätze entschuldigt.
Hermine zeigt sich ausgesprochen kratzbürstig. Erst gibt sie Malfoy, der
über den traurigen Hagrid lästert, eine schallende Ohrfeige, dann
verlässt sie wütend den Wahrsage-Kurs, als Prof. Trelawney in Harrys
Kristallkugel einen Grimm entdeckt haben will und Hermine es einfach nicht glauben
kann.
In der Nacht vor dem meisterschaftsentscheidenden Quidditch-Spiel gegen Slytherin
sieht Harry draußen auf dem Schulgelände den Grimm tatsächlich
wieder - aber in Begleitung von Krummbein, was ihn sehr an der Bedeutung als
Todesomen zweifeln lässt. Trotzdem ist er vor dem Spiel sehr aufgeregt,
schließlich müssen sie sehr hoch gewinnen, um den Pokal zu bekommen.
Wie zu erwarten war, wird von den Slytherins hart und unfair gekämpft,
aber Harry ist Malfoy als Sucher sehr überlegen und gewinnt die entscheidenden
Punkte, als er den Schnatz fängt und zum Jubel fast der ganzen Schule die
Meisterschaft für Griffindor gewinnt.
Nach einer Woche des Feierns stehen leider die Prüfungen zum Jahresende
an. Außerdem ist am letzten Prüfungstag die Berufungsverhandlung
für Seidenschnabel, zu der allerdings der Henker gleich mit anreist. Harry,
Ron und Hermine meistern alle Prüfungen, Hermine sogar irgendwie zwei Prüfungen
zur gleichen Zeit, aber in Wahrsagen muss Harry eine Vorhersage erfinden, als
plötzlich Prof. Trelawney in eine Art Trance verfällt und mit merkwürdiger
Stimme eine Voraussage macht: ein Knecht Voldemorts würde in dieser Nacht
seine Ketten abwerfen und sich zu seinem Meister begeben. Der Meister würde
dadurch wieder zu seiner Macht kommen. Danach weiß sie allerdings nichts
mehr von ihrem seltsamen Zustand.
Nach den Prüfungen erfahren sie, dass Seidenschnabel verloren hat.
Hermine holt den Tarnumhang und sie besuchen den verzweifelten Hagrid darunter
zu dritt. Hagrid traut sich nicht, Seidenschnabel einfach frei zu lassen, weil
er befürchtet, für diese Tat wieder nach Askaban zu müssen. Kurz
bevor sie gehen müssen, weil die Ministeriumszauberer kommen, findet Hermine
Krätze in einem Milchkrug. Mit Krätze zusammen verlassen sie unter
dem Tarnumhang die Hütte, aber die Ratte versucht, Ron zu entkommen. Fassungslos
hören die Drei, wie das Beil hinter der Hütte fällt und Hagrid
aufheult, aber da werden sie schon abgelenkt, weil Krätze flüchtet
und der plötzlich aufgetauchte Krummbein ihn verfolgt. Ron kann Krätze
mit Mühe wieder einfangen, doch die Ratte versucht weiterhin zu fliehen.
Auf einmal taucht der große schwarze Hund auf und greift Ron an, zerrt
ihn am Bein zur Peitschenden Weide und schleppt ihn in eine Höhle unter
dem Baum, wobei Rons Bein bricht. Harry und Hermine werfen nun endgültig
den Tarnumhang von sich und folgen den beiden, wobei Krummbein mit seiner Tatze
eine bestimmte Stelle am Baum drückt, um die gefährliche Peitschende
Weide zum Stillstand zu bringen. Die Öffnung unter dem Baum führt
durch einen Tunnel zur Heulenden Hütte in Hogsmeade, wo sie feststellen,
dass der Hund in Wahrheit Sirius Black ist - ein Animagus, der Tiergestalt annehmen
kann. Er entwaffnet Hermine und Harry, jedoch gelingt es ihnen, ihn zu überlisten,
so dass Harry schließlich mit dem Zauberstab auf ihn zielt und überlegt,
Black zu töten. Der sagt, er leugne nicht, Harrys Eltern getötet zu
haben, er hätte es aber nicht gewollt. Bevor Harry ihn töten kann,
springt Krummbein auf Blacks Herz. In diesem Moment der Verzögerung taucht
Lupin auf, der den Kindern gefolgt ist. Er entwaffnet Harry und umarmt Sirius
nach einem kurzen Gespräch, was Harry nun völlig verwirrt. Hermine
ist ebenfalls stinkwütend und brüllt Lupin an, dass sie niemals seine
Identität als Werwolf geschützt hätte, wenn sie gewusst hätte,
dass er mit Black im Bunde ist. Lupin gibt zu, ein Werwolf zu sein, und nun
wird allen klar, warum es ihm zu bestimmten Zeiten im Monat schlecht ging und
warum der Irrwicht sich bei ihm in eine Kugel - einen Mond - verwandelt hatte.
Ein Trank von Snape konnte die schlimmsten Auswirkungen des Mondes verhindern.
Da die Kinder noch immer misstrauisch sind, gibt Lupin ihnen ihre Zauberstäbe
zurück und beginnt zu erzählen: früher waren er, Black, James
Potter und Peter Pettigrew gute Freunde. Zusammen entwickelten sie die Karte
des Herumtreibers, bei der sie ihre Spitznamen verwendeten: Black war Tatze,
James Krone, Peter Wurmschwanz und er selbst Moony. Als Werwolf hatte er in
Hogwarts einen schweren Stand, und dank Dumbledore wurde extra für ihn
die Heulende Hütte gebaut und der Geheimtunnel angelegt mit der Peitschenden
Weide als Schutz für die anderen Schüler, damit er in den Vollmondzeiten
einen Ort hatte, wo er niemandem Schaden zufügen konnte. Seine besten Freunde
fanden das heraus und lernten heimlich die Verwandlung in Tiere - so wurden
sie Animagi, da ein Werwolf für Tiere ungefährlich ist. Zwar müssen
sich Animagi im Ministerium anmelden, aber da sie sich ja verbotenerweise mit
Lupin trafen, hielten sie es geheim.
Als Lupin nun an diesem Tag auf die Karte des Herumtreibers sah, entdeckte er
einen Namen, der eigentlich nicht auf der Karte hätte sein dürfen:
Peter Pettigrew. Daher war er den Kindern in die heulende Hütte gefolgt,
um zu erfahren, warum Peter sich jahrelang versteckt gehalten hatte, anstatt
sich als Held feiern zu lassen. Sirius hatte in der Zeitung im Gefängnis
von Rons Familie gelesen und die Ratte Krätze auf Rons Schulter gesehen
- und an einer fehlenden Zehe erkannt, dass es Wurmschwanz sein musste, der
sich immer in eine Ratte verwandelt hatte. Wurmschwanz war krank vor Sorge geworden,
als er erfahren hatte, dass Black aus Askaban geflohen war - schließlich
hatte er ihn ins Gefängnis gebracht.
Lupin erzählt auch, dass Black einmal Snape in den Gang zur heulenden Hütte
gelockt hatte, als er ein Werwolf war. Im letzten Moment hatte James Potter
Snape noch gewarnt und damit sein Leben gerettet.
Plötzlich reißt sich Snape den Tarnumhang von den Schultern und steht
mitten zwischen ihnen. Er hat nicht alles mit angehört und will Black sofort
den Dementoren für ihren Kuss überantworten und fesselt Lupin. Ohne
genau zu wissen, was er tut, entwaffnet Harry Snape, und Hermine und Ron tun
es im gleichen Moment, so dass er durch den starken Zauber ohnmächtig wird.
Nun haben Lupin und Black die Gelegenheit, ihre Geschichte zu Ende zu erzählen.
Peter Pettigrew war kein so guter Zauberer wie die anderen Freunde, und er war
schwach und ein Anhänger Voldemorts. Als James Potter einen Geheimniswahrer
suchte, hatte er seinen besten Freund Black nicht nehmen wollen, da dies zu
offensichtlich gewesen wäre. Stattdessen machte er den Fehler, sein Geheimnis
Pettigrew anzuvertrauen, der es direkt an Voldemort weitergab. Als Black vom
Tod der Potters erfuhr, stellte er Pettigrew in einer Einkaufszone. Doch Peter
hackte sich einen Finger ab, sprach einen Zauber, der so viele Muggel tötete,
und verwandelte sich im gleichen Augenblick in eine Ratte. So konnte er davon
huschen, während Black als Mörder der Potters, Peters und der Muggel
gefasst und nach Askaban gebracht wurde. So fühlt sich Black für den
Tod der Potters verantwortlich, weil er Peters Doppelspiel nicht erkannt hatte.
Überlebt hatte er Askaban nur, indem er sich in einen Hund verwandelte,
da Dementoren den Tieren nicht so sehr schaden.
Um mitzubekommen, wenn Voldemort wieder an die Macht kommt, hatte Pettigrew
sich in einer Zaubererfamilie als Haustier einquartiert – bei Ron. Dort hatte
er gewartet, um eine Nachricht von seinem Meister zu bekommen und dann zuzuschlagen,
wo er schon in Harrys direkter Nähe wohnte. Und als es brenzlig wurde und
Sirius sogar in den Griffindor-Turm eindringen und bis zu Rons Bett vorstoßen
konnte, täuschte er wieder einmal seinen Tod vor und schob diesmal Krummbein
die Schuld zu. Als Black Peter auf dem Zeitungsfoto erkannte, flüchtete
er als Hund.
Zum Beweis der haarsträubenden Geschichte verwandeln Lupin und Black nun
Rons Ratte vor seinen staunenden Augen in einen kleinen, ausgezehrten Mann -
Peter Pettigrew.
Die beiden Zauberer wollen ihn töten, doch zur Überraschung aller
bittet Harry darum, ihn zu verschonen und stattdessen nach Askaban zu bringen.
Also wird er an Ron und Lupin gefesselt. Snape wird mit einem Zauber bewegt,
und so zieht eine seltsame Prozession zur Schule zurück. Black stellt fest,
dass er frei ist, wenn Pettigrew ausgeliefert wird, und er sagt Harry, dass
er dessen Pate und Vormund ist. Harry stellt sich bereits ein glückliches
Leben bei Black und ohne die Dursleys vor, als plötzlich der Mond hinter
einer Wolke erscheint und Lupin sich in einen Werwolf verwandelt. Sofort verwandelt
sich auch Black in einen Hund, um den Wolf in Schach zu halten. Während
die beiden kämpfen, kann Peter Pettigrew Ron und Krummbein mit einem Zauber
lähmen und flieht als Ratte. Der Werwolf verschwindet im Wald und Black
folgt Pettigrew als Hund, so dass Harry und Hermine mit einem bewusstlosen Ron
und einem bewusstlosen Snape zurückbleiben. Da hören sie den Hund
vom Schulsee her aufheulen und rennen los, um Black zu helfen. Als sie ihn finden,
sind sie allerdings schon von Hunderten von Dementoren eingekreist. Trotz verzweifelter
Versuche gelingt es Harry nicht, einen Patronus zu erschaffen. Kurz bevor die
Dementoren ihn, Black und Hermine küssen können, sieht er aber auf
der anderen Seite des Sees eine vertraute Gestalt, die einen mächtigen
Patronus erschafft und die Dementoren vertreibt. Harry fällt in Ohnmacht.
Als er im Krankenflügel erwacht, kann er mithören, wie Snape Minister
Fudge seine Sicht der Dinge erzählt, bei der natürlich kaum jemand
gut abschneidet. Als er erfährt, dass Black in einem Turmzimmer eingesperrt
ist und jeden Moment von den Dementoren geküsst werden soll, versucht er,
Fudge von dessen Unschuld zu überzeugen, aber niemand glaubt die Geschichte
vom Animagus Pettigrew. Da erscheint Dumbledore und will mit Harry und Hermine
allein sprechen. Er gibt Hermine geheimnisvolle Anweisungen und sagt, dass die
beiden zwei Leben retten müssten. Dann verlässt er das Zimmer. Hermine
lüftet nun das Geheimnis ihrer zeitgleichen Unterrichtsstunden und Prüfungen:
Sie hatte von Prof. McGonagall einen Zeitumkehrer bekommen, ein Stundenglas
an einer Kette. Für jede Stunde, die man in die Vergangenheit reisen will,
dreht man das Glas einmal. Harry und Hermine legen sich die Kette um und reisen
drei Stunden in die Vergangenheit, um sich selbst dabei zuzusehen, wie sie unter
dem Tarnumhang zu Hagrids Hütte gehen. Sie erraten aus Dumbledores Hinweisen,
dass sie Seidenschnabel retten müssen, um mit Hilfe seiner Flugkünste
Black aus dem Turmzimmer zu befreien. Es ist schwierig, sich selbst dabei zuzusehen,
wie man etwas tut, ohne eingreifen zu dürfen, aber Hermine weiß,
wie gefährlich es wäre, seinem vergangenen Ich zu begegnen. Also beobachten
sie, wie sie wieder die Hütte verlassen und die Ministeriumszauberer ankommen,
den draußen angebundenen Seidenschnabel betrachten und dann zur Urteilsverlesung
in die Hütte gehen. Diesen Moment nutzen sie, um Seidenschnabel zu befreien.
Als die Zauberer aus der Hütte kommen, schlägt der Henker vor Wut
sein Beil in einen Baum und Hagrid heult vor Freude auf.
Sie beobachten nun, wie sie selbst in den Tunnel unter der Peitschenden Weide
gelangen, wie Lupin und schließlich Snape ihnen folgen. Jetzt müssen
sie warten, bis alle wieder herausgekommen sind und Black im Turmzimmer untergebracht
ist. Harry erzählt Hermine, wie sie überhaupt vor den Dementoren gerettet
wurden und dass er glaubt, der Zauberer auf der anderen Seite des Sees wäre
sein Vater gewesen.
Als sie sich selbst, Black, Pettigrew und die Lehrer wieder auftauchen sehen,
fällt ihnen siedend heiß ein, dass in wenigen Sekunden ein Werwolf
genau in den Wald rennen wird, in dem sie sitzen. Also rennen sie zu Hagrids
Hütte, um sich und Seidenschnabel dort zu verstecken. Harry will draußen
beobachten, was passiert, weil er wissen muss, wann der richtige Zeitpunkt für
Blacks Befreiung gekommen ist – und weil er hofft, seinen Vater am See noch
einmal zu sehen. Jedoch kann er nur sich selbst, Hermine und Black in der Mitte
der Dementoren sehen, von seinem Vater aber keine Spur. Als die Dementoren kurz
davor sind, sein früheres Ich zu küssen, erkennt er, dass er sich
selbst gesehen hatte und nicht seinen Vater, dem er sehr ähnlich sieht.
Er erschafft einen großen, mächtigen Patronus, einen Hirsch, und
rettet sich und die anderen in letzter Sekunde. Da wird ihm bewusst, dass sein
Vater sich Krone nannte, weil er sich in einen Hirsch verwandeln konnte.
Sie beobachten nun noch, wie Snape wieder zu sich kommt und ihre ohnmächtigen
Körper auf Tragen in die Schule bringt. Dann schwingen sie sich auf Seidenschnabel
und fliegen zu dem Fenster, hinter dem Sirius Black auf seine Henker wartet.
Er kann auf Seidenschnabel fliehen und verspricht Harry, dass sie sich wiedersehen
werden.
Harry und Hermine schaffen es gerade, wieder am Krankenflügel zu sein,
bevor Dumbledore die Tür zum Krankenzimmer zuschließt und nachdem
ihre früheren Ichs verschwunden sind.
Als Blacks Verschwinden kurz darauf entdeckt wird, fällt Snapes Verdacht
nicht ganz zu Unrecht auf Harry und Hermine, aber da Dumbledore die beiden im
Krankenzimmer eingeschlossen hatte, haben sie ein perfektes Alibi. Dumbledore
ist zufrieden, dass die offenbar wild gewordenen Dementoren, die auch Schüler
angegriffen hatten, nun wieder nach Askaban zurückkehren, Snape ist sauer,
dass er keine besondere Belobigung für das Fangen Blacks bekommt und Harry
nicht bestraft wird, und als Ron erwacht, müssen ihm Harry und Hermine
einiges erklären.
Snapes Wut führt allerdings dazu, dass er beim Frühstück ganz
"zufällig" ausplaudert, dass Lupin ein Werwolf ist – mit dem
Erfolg, dass der lieber gleich die Schule verlässt, bevor aufgebrachte
Eltern ihn dazu zwingen. Harry, Ron und Hermine sind enttäuscht, ihren
bisher besten Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste schon wieder
zu verlieren. Lupin gibt Harry aber die Karte des Herumtreibers zurück
und beglückwünscht ihn zu seinem wunderbaren Patronus.
Nun erzählt Harry, der über die Flucht von Pettigrew etwas niedergeschlagen
ist, Dumbledore von Prof. Trelawneys merkwürdiger Voraussage, die nun einen
Sinn erhält, da Pettigrew ja tatsächlich zu Voldemort geflüchtet
war. Dumbledore meint, dass Pettigrew Harry sein Leben verdankt und dass es
Voldemort eines Tages noch schaden könnte, einen Anhänger zu haben,
der in Harrys Schuld steht.
Das Schuljahr ist nun zu Ende, Griffindor hat die Hausmeisterschaft gewonnen
und alle haben ihre Prüfungen bestanden, zu ihrem großen Erstaunen
auch Zaubertränke. Hermine beschließt allerdings, im nächsten
Schuljahr ohne Zeitumkehrer zu leben und einen normalen Stundenplan zu haben.
Im Hogwarts-Express auf dem Weg nach Hause flattert eine kleine Eule ins Fenster
mit einer Nachricht von Sirius, die Harrys Stimmung deutlich verbessert: er
entschuldigt sich, ihm als vermeintlicher Grimm Angst eingejagt zu haben (er
hätte ihn nur mal aus der Nähe sehen wollen), erklärt, dass der
Feuerblitz von ihm war und als dreizehn Geburtstagsgeschenke auf einmal zählt
und dass er sich versteckt halten will, Harry ihn aber mit Briefen per Eulenpost
erreichen kann. Außerdem liegt eine Erlaubnis für Besuche in Hogsmeade
dem Brief bei, die Sirius als Harrys Vormund unterschrieben hat. Die kleine
Eule schenkt Sirius Ron, der sie zunächst einmal von Krummbein auf ihre
Echtheit überprüfen lässt und dann glücklich in sein Herz
schließt.
Als Harry im Londoner Bahnhof Onkel Vernon trifft, kann er es sich nicht verkneifen,
dem zu erzählen, dass sein Pate, ein verurteilter und aus dem Gefängnis
ausgebrochener Mörder, ihm die Erlaubnis für Hogsmeade gegeben hat
und sich auch weiterhin um sein Wohlbefinden sorgen wird. Mit der Vorfreude
auf die Quidditch-Weltmeisterschaft am Ende des Sommers, zu der Ron und seine
Eltern ihn mitnehmen wollen, und dem Gedanken an seinen Paten, der sich irgendwo
versteckt, hofft er die Ferien bei seinen Pflegeeltern viel besser ertragen
zu können als bisher.